Als Vreneli unters Messer musste

Abbildung Goldvreneli

Als Vreneli unters Messer musste

Ende des 19. Jahrhunderts schrieb das Eidgenössische Finanzdepartement einen Wettbewerb zur Neugestaltung des 20-Franken-Goldstückes aus. Unter den 21 eingereichten Vorschlägen war auch jener des Neuenburgers Fritz Ulysse Landry. Er holte sich mit seinem Entwurf den ersten Platz.

Die junge Frau von Landrys erster Skizze – später bekannt als Goldvreneli – trug offenes Haar, Rhododendron-Zweige um den Hals und war vor einer Gebirgskulisse positioniert. Sie sollte die Idee der Freiheit symbolisieren.

Die Jury, welche vom Bundesrat zur Beurteilung der eingegangenen Entwürfe zusammengestellt wurde, war mit der Skizze des Neuenburgers jedoch nicht vollends einverstanden. Die abgebildete Dame sei zu wenig reif und mütterlich.

Bei der Überarbeitung hatte das Vreneli nun zum Zopf gebundene Haare und die Rhododendron-Zweige machten einem Edelweiss-Kranz Platz. Doch auch der angepasste Entwurf war der Jury nicht gut genug.

Nun war die Bergkulisse im Hintergrund noch zu prominent und musste überarbeitet werden. Nach Sichtung der Probeprägungen kritisierte ein Magistrat zudem die Stirnlocke des Vreneli, sie gäbe «dem Frauenzimmer ein frivoles Aussehen».

1897 ging die Münze schliesslich ohne Stirnlocke in Produktion. Bis 1949 wurden insgesamt rund 60 Millionen Goldvrenelis hergestellt. 

Abbildung Collage Banknote 50 Schweizer Franken der 8. Banknotenserie

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