Blue Ivy ©

Beyoncé und Jay Z mit ihrer Tochter Blue Ivy

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Wer aus einem genialen Einfall finanziellen Profit schlagen möchte, sollte seine Kreativität rechtlich schützen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Technische Erfindungen schützt man zum Beispiel mittels Patent, originelle Muster als Design und Produktenamen als Marke. Wird ein Antrag angenommen, dürfen andere Personen oder Unternehmen das geistige Eigentum nicht kommerziell nutzen und können bei Verstoss rechtlich belangt werden.

Im Bereich der Wortmarken nehmen die Gesuche teilweise absurde Züge an. Eine Wortmarke kann sich auf einen einzelnen Begriff beziehen, aber auch Slogans wie «Ein M besser» (Migros) und Buchstaben- oder Zahlenkombinationen gehören zu dieser Kategorie. Diese Schutzmöglichkeit ruft längst nicht mehr nur Marketingabteilungen von Brands auf den Plan. Immer mehr Stars und Sternchen schützen Wortmarken. Oder würden jedenfalls gern.

Da wäre beispielsweise der gegenwärtige amerikanische Präsident Donald Trump, der vor seinen politischen Ambitionen als Aushängeschild von «The Apprentice» wirkte. In der Reality-TV-Show kämpften Teilnehmerinnen und Teilnehmer um einen Job in einem Trump-Unternehmen. Wer rausflog, kriegte die Worte «You’re fired» – du bist gefeuert – zu hören. Trump wollte diesen Satz später rechtlich schützen lassen, allerdings erfolglos.

Erfolgreicher war Paris Hilton mit ihrem Antrag. Sie liess «That’s hot» – in sinngemässer Übersetzung etwa: Das ist super – schützen. Und ging später rechtlich gegen Kartenhersteller Hallmark vor, der ein Bild von ihr plus ebendiesen Satz auf eine Karte druckte. Nach einem dreijährigen Verfahren einigten sich die Parteien schliesslich aussergerichtlich. Ursprünglich soll Hilton 500’000 US-Dollar eingeklagt haben.

Auch Sängerin Taylor Swift hat verschiedenste Wortmarken schützen lassen. Darunter «Party Like It’s 1989», «This Sick Beat» und «Cause We Never Go Out of Style». Alle Sätze stammen vom Album 1989, mit dem sie ohnehin schon zig Rekorde brach und Millionen verdiente. Swift wäre also nicht unbedingt auf Merchandise-Verkäufe angewiesen, denn dafür werden die Wortmarken in der Regel geschützt.

Auf der Celeb-Wortmarkenschutz-Liste befinden sich ebenfalls Beyoncé und Jay-Z. Das milliardenschwere Musikerpaar hat die Namen ihrer Kinder – Blue Ivy, Rumi und Sir Carter – gegen verschiedene Verwendungszwecke schützen lassen. Das war wohl ein schlauer Schachzug: Bereits wenige Tage nach der Geburt der ersten Tochter gingen zwei Gesuche beim amerikanischen Markenamt ein, die «Blue Ivy» im Produktnamen beinhalteten. Beide Anträge wurden schliesslich abgelehnt.

Foto eines Laboranten mit einer Petrischale

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