Das beste Wirtschaftssystem: Ein Doughnut.

Foto von Doughnuts

Das beste Wirtschaftssystem: Ein Doughnut.

Wer schon einmal per Online-Fragebogen seinen persönlichen ökologischen Fussabdruck ermittelt hat, wird das Ergebnis wohl schnell verdrängt haben wollen. Würden nämlich alle so leben wie wir beziehungsweise ein Durchschnittsschweizer, bräuchte es die Ressourcen von rund drei Erden.

Unser «Überfluss» ist nur haltbar, weil andere Länder – arme Länder, meist auf der Südhalbkugel – mit weniger Ressourcen auskommen. Das globale Handelssystem konzentriert die abgebauten Rohstoffe dieser Länder auf Erstwelt- und Schwellenmärkten, wo in der industriellen Weiterverarbeitung und bei der Vermarktung die grösste Wertschöpfung und damit Wohlstand entsteht.

Nur verständlich, dass Entwicklungsländer zu Schwellenländern beziehungsweise Industrieländern aufsteigen wollen. In der bisherigen Logik geht das nur mit weiterem Wachstum, und der wiederum benötigt mehr Ressourcen. Problem: Bodenschätze sind beschränkt, nachwachsende Rohstoffe brauchen Zeit zum Nachwachsen.  

Die Lösung auf dieses Paradox nennt Kate Raworth, Ökonomin an der Oxford University, in ihrem neuen Buch eine «Doughnut-Wirtschaft». Es handelt sich dabei vielmehr um eine neue Anschauung oder eine neue Art der Erfolgsmessung als um eine revolutionäre Idee.

Raworth möchte Wohlstand künftig nicht mehr nur anhand von wirtschaftlichem Wachstum messen. Wichtig sei nicht, ob die Wirtschaft wachse und Profite sich maximierten. Stattdessen müssten die Menschen – alle Menschen, inklusive künftige Generationen – in der Lage sein, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und sich weiterzuentwickeln.

 

Grafik von Doughnut-Diagramm

Das Doughnut-Diagramm besteht aus einem inneren und einem äusseren Kreis. Wer sich im inneren Kreis befindet, also im Doughnut-Loch, lebt in einem Zustand der Entbehrung. Ziel dieses Wirtschafskonzepts ist es, dass alle sich im hier grünen Doughnut befinden – in einem ökologisch sicheren und sozial gerechten Raum. Rundum eingegrenzt wird dieser Raum von existenziellen Umweltgefahren.

Die Abbildung oben zeigt den derzeitigen Zustand unserer Welt. Motivation und Ziel von Politik und Wirtschaft sollte sein, die roten Bereiche zu reduzieren – für langfristigen, gerecht verteilten, ökologisch nachhaltigen Wohlstand.

Foto von Kräutergarten auf Balkon

Einfach mal Kresse pflanzen

Wer Salate, Saucen, Pestos und Dips gerne mit frischen Kräutern veredelt, der pflanzt Basilikum, Kresse und Co. am besten selbst an. Kommt eh günstiger als immer wieder büschelweise im Laden kaufen.