Das Geschäft mit Halloween

Eine Kürbis-Laterne

Das Geschäft mit Halloween

«Trick or treat?» heisst es am Abend vor Allerheiligen in den Staaten. Halloween, so der Name des Brauchs, wird am Abend des 31. Oktobers gefeiert – mit aufwändig dekorierten Vorgärten, Restaurants und Freizeiteinrichtungen, mit gruseligen Motto-Partys, mit verkleideten Kindern, die von Tür zu Tür ziehen, und – natürlich! – mit jeder Menge Süssigkeiten.

Ursprünglich ein keltisches Fest, das später in katholisch geprägten Gebieten Grossbritanniens gefeiert wurde, fand es seine heutige Form in den USA. Irische Einwander*innen waren es, die Halloween im 19. Jahrhundert in die USA brachten. In den 1990er Jahren – befeuert von popkulturellen Exporten aus den Staaten – fand Halloween dann den Weg über den grossen Teich zurück und etablierte sich zusehends in Kontinentaleuropa. So auch in der Schweiz, wo der Brauch seit einigen Jahren an Popularität gewinnt. 

Hierzulande gab es vor dem Halloween-Hype bereits ähnliche Bräuche – Räbeliechtli-Umzüge zum Beispiel. Doch unterscheiden sich diese Schweizerischen Vorläufer in verschiedenen Punkte vom amerikanischen Brauch. Neben der Popularität und der popkulturellen Abstützung ist es vor allem das kommerzielle Potential. Wurden die Räben-Laternli etwa noch oft bei lokalen Bauernbetrieben bezogen und in Schulen oder in der Familie selbst gebastelt, so ist Halloween ein richtiger Kassenschlager im Detailhandel.

In der Halloween-Hochburg USA wurde 2019 ein Umsatz von 8,8 Milliarden Dollar erwartet. In Deutschland waren es 320 Millionen Euro. Dabei gab 2019 jede*r Zwölfte Geld aus für Deko-Artikel oder Kostüme. Das Geschäft boomt vor allem dank Verbraucher*innen mit Kindern. Aber auch Singles und kinderlose Paare geben Geld aus – für ausgefallene Kostüme etwa, die dann an Motto-Partys zur Schau getragen werden.

Auch in der Schweiz wird ordentlich umgesetzt, wie verschiedene Vertreter*innen aus dem hiesigen Detailhandel bekunden. Doch wie bei so vielem machte Corona im letzten Jahr auch dem Halloween-Geschäft einen Strich durch die Rechnung. Behörden und Hersteller*innen warnten vor zu viel Zirkulation und zu grossen Menschenansammlungen. Das wirkte sich auch auf die Umsatzerwartungen aus, die in den USA rund 10% unter den Erwartungen aus dem Vorjahr lagen.

In diesem Jahr dürfte auch bezüglich Halloween wieder etwas Normalität einkehren. Will heissen: gruselige Halloween-Partys für die Grossen und jede Menge Süsses für die Kleinen. 

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