Der Elefant in der Küche

Abbildung Kaffeemaschine Zuriga auf Holztisch, zwei Espresso-Tassen und Unterlagen

Der Elefant in der Küche

Moritz Güttinger war auf der Suche nach der idealen Kaffeemaschine – erfolglos. Der Umweltingenieur begann, an einem eigenen Modell zu tüfteln. Dank Crowdfunding kann der 32-Jährige seine «Zuriga» nun bald produzieren lassen.

Im Moment wird der «Zuriga»-Prototyp auf Herz und Nieren geprüft. Wie viele Liter Kaffee hast du bisher aus Testgründen trinken müssen/dürfen?

Eigentlich gar nicht so wahnsinnig viel. Druck und Temperatur haben wir ja mit Messgeräten analysiert. Den fertigen Espresso haben wir dann grösstenteils den Abfluss runtergespült – fast immer mit schlechtem Gewissen. Ich hoffe, der Gott der Kaffeebauern ist uns trotzdem gnädig…

Wie viel Geld steckt in diesem Projekt?

Für meine Verhältnisse zu viel Geld und für meine Verhältnisse auch zu viel Zeit.

Du hast einen Erbvorbezug in die «Zuriga» investiert. Was meinten deine Eltern zu deinen Plänen?

Die wissen nichts davon.

Zur Finanzierung hast du zusätzlich ein Crowdfunding gestartet. Du hast anfänglich an der Crowdfunding-Idee gezweifelt. Warum?

In unserer Kampagne haben wir ein weitgehend serienreifes Produkt angeboten. Man stelle sich vor, wenn sich niemand für eine solche Espressomaschine interessiert hätte?! ​Das wäre gleichermassen peinlich wie ärgerlich gewesen.

Ihr habt – auch dank einem Artikel im Tages-Anzeiger – bereits am ersten Tag der Kampagne die Zielmarke von 30’000 Franken überschritten. Was passiert mit dem Überschuss?

Überschuss? Jeder zugesprochene Franken ist an eine Gegenleistung von uns gebunden. Unsere Produktionskosten sind hoch. Sie werden erst mit höheren Stückzahlen sinken. Bis dahin legen wir erst mal noch drauf…

Klickt man sich durch eure Website, erhält man den Eindruck, dass die «Zuriga» ein enorm nachhaltiges Produkt ist. Gleichzeitig schreibt ihr: «Das Thema Nachhaltigkeit ist schier unerschöpflich. Wir sind uns bewusst, dass wir noch nicht am Ende sind.» Was gibt’s denn noch zu verbessern?

Das verraten wir dann, wenn wir’s verbessert haben.

Mit knapp 1000 Franken pro Stück ist die «Zuriga» keine günstige Maschine. Wie lange soll denn das gute Stück halten?

Zehn Jahre locker. Zwischendurch braucht sie immer mal wieder eine Revision. Aber die «Zuriga» kannst du deinen Enkeln vererben!

Was hat’s mit dem Elefanten im Logo auf sich?

Elefanten sind stark, haben ein gutes Gedächtnis und sehen sympathisch aus. Genau das Gleiche passiert mit «Zuriga»-Besitzern.