Die Luft wird dünner im Weltraum

Bild der Unternehmerin Eren Ozmen

Die Luft wird dünner im Weltraum

Mohamed Alabbar stammt aus einfachen Verhältnissen und konnte nur dank eines staatlichen Stipendiums studieren. Heute gehört der Emirati zu den reichsten Immobilienunternehmern der Welt. Ein vorläufiges Denkmal gesetzt hat sich Alabbar mit dem Bau des höchsten Gebäudes der Welt: dem Burj Khalifa in Dubai. Der Turm ist ganze 828 Meter hoch.

Einige von Alabbars Milliardärs-Kollegen scheinen noch höher hinaus zu wollen. Statt Türme lassen sie Raumschiffe bauen. Die berühmtesten Weltraum-Unternehmer dieser Tage sind wohl Richard Branson, Elon Musk, und Jeff Bezos – alle drei gehören zu den 500 reichsten Menschen der Welt, Bezos ist gar die Nummer eins.     

Die Ansätze der Projekte unterscheiden sich: Branson bietet suborbitale Rundflüge an und damit so etwas wie ein Freizeiterlebnis für zahlungskräftige Kundschaft. Musk und Bezos wollen unabhängig voneinander die Weltraumbesiedlung vorantreiben. Erste Station: Mars. Musk sieht darin die einzige Chance, wie die menschliche Spezies langfristig überleben kann.

Mit 32 erfolgreichen Missionen und Verträgen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar ist Musks SpaceX bis anhin führend. Und aktuell scheint es, als könnten weder Branson noch Bezos anschliessen. Wie aus dem Nichts tut sich nun aber Eren Ozmen hervor, die in den 1980er-Jahren aus der Türkei in die USA immigrierte.

Die 59-jährige Unternehmerin und ihr Mann kauften 1994 eine kleine Rüstungsfirma, für die sie bereits arbeiteten: Sierra Nevada. Im Laufe der Jahrzehnte kauften sie weitere Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen an. Inzwischen gehört das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 1.5 Milliarden Franken und 4000 Mitarbeitenden zu einem der grössten der Branche.

Jüngst gehört auch die NASA zu den Kunden. Neben Elon Musks SpaceX ist Sierra Nevada nämlich erst das zweite Unternehmen, welches ein Weltraum–Cargoflugzeug anbietet, das zurück auf die Erde gleitet statt als Kapsel ins Meer zu stürzen. Somit kann es sensible, in der Neuanschaffung extrem teure Gerätschaften unversehrt zurück transportieren – denn bisher war die Raumfahrt eine Einwegangelegenheit.  

...und eine Männerdomäne. Doch Eren Ozmen ist nicht einfach die erste Frau im Raumfahrtgeschäft, sie ist im Rennen um die Marktführer-Position mit dabei.

Collage mit Sonne, Taschenrechner, Sparschwein, gefülltem Münzglas, Zehnernote

Was kostet eigentlich die Sonne?

Der Sonne ein Preisschild anzumachen ist schier unmöglich. Schon nur die Zahlengrössen, mit denen man den Wert errechnen müsste, entziehen sich unserer Vorstellung.