Die makellose «Family of Fashion»?

Portrait der Familie Hadid mit Anwar, Gigi, Yolanda und Bella

Die makellose «Family of Fashion»?

Die Hadid-Familie dominiert die Modewelt. Die britische Zeitung The Telegraph nannte den Clan gar die «erste Fashionfamilie». Gründe dafür gibt es verschiedene. Da ist einerseits die Omnipräsenz der beiden Schwestern Bella und Gigi auf den Titelseiten der tonangebenden Modemagazine und auf den Laufstegen der heissesten Fashionshows. Aber auch die Karriere von Mutter Yolanda, ihres Zeichens Supermodel, oder jene von Anwar, dem kleinen Bruder von Bella und Gigi, gilt es zu nennen. 

Neben den Model-Aktivitäten sind die Mitglieder dieser Fashion-Familie aber auch in anderen Feldern tätig. Yolanda ist Reality-TV-Star («The Real Housewives of Beverly Hills»), Gigi entwirft für Tommy Hilfiger Mode und Anwar versucht sich im Schmuckdesign. Dass dabei einiges rumkommt, versteht sich von selbst: Das Vermögen der Familie wird auf USD 57 Millionen geschätzt.

Was aber braucht es, um dermassen wichtig für die Modewelt zu werden? Neben dem Aussehen der einzelnen Familienmitglieder sind vor allem drei Punkte massgebend: Den drei Geschwistern wurde früh beigebracht, dass ein hübsches Gesicht nicht reicht, um sich in der Modewelt durchzusetzen. Der Umgang mit den Mitmenschen sei mindestens genauso wichtig, wusste Mutter Yolanda aus erster Hand. 

Aus einfachen Verhältnissen in Holland stammend, arbeitete sie sich als Model bis an die Spitze. Dazu kommt ein Geschäftssinn, für den wohl Vater Mohamed verantwortlich ist. Dieser machte sich, nachdem er von Palästina nach Amerika gezogen war, im Immobiliengeschäft einen Namen. Auch ausschlaggebend dürfte der Lifestyle der Kinder gewesen sein.

Aufgewachsen sind Bella, Gigi und Anwar auf einer Farm in Santa Barbara und später – nach der Scheidung von Yolanda und Mohamed – an verschiedenen Orten in Kalifornien. Obwohl Yolanda über vier Staffeln hinweg in der Realityshow «The Real Housewives of Beverly Hills» zu sehen war, verbrachten die drei Sprösslinge ihre Kindheit und Jugend grösstenteils ausserhalb des Rampenlichts.

Die Umgänglichkeit, der Sinn fürs Geschäft, die ersten Lebensjahre in behütetem Umfeld – ideale Voraussetzungen für eine skandalfreie Karriere? Könnte man meinen. Doch das Leben der Hadids ist gar nicht so makellos, wie es scheint. Neben der tragischen Tatsache, dass drei Familienmitglieder – Yolanda, Bella und Anwar – an der Lyme-Krankheit leiden, machen die verschiedenen Familienmitglieder immer mal wieder mit Skandälchen auf sich aufmerksam. 

Vater Mohamed etwa musste nach einem misslungenen Immobilienprojekt für eine seiner Firmen Bankrott anmelden. Und auch die beiden Schwestern Gigi und Bella haben keine ganz so weisse Weste. Erstere ist ein College-Dropout: Nach nur einem Jahr an der prestigeträchtigen Parsons in New York hatte das Model genug vom Schulbankdrücken und konzentrierte sich fortan auf den Laufsteg. 

Und Bella fiel bei verschiedenen Gelegenheiten in Zusammenhang mit Alkohol negativ auf: Kurz nachdem ihre Modelkarriere ins Rollen kam, wurde sie beim Trinken erwischt – im Alter von 17 Jahren, was in den Staaten illegal ist. Später wurde sie gar betrunken am Steuer geschnappt. Ebenfalls negative Schlagzeilen machte Bella mit einem unangebrachten Post in den sozialen Medien, wofür sie sich aber rasch entschuldigte.

Im Vergleich mit anderen Promis scheinen Anzahl und Inhalt dieser Schlagzeilen aber überschaubar. Und so steht dem weiteren Verlauf des Siegeszuges der Hadid-Familie in der Fashion-Welt wohl kaum etwas im Wege.

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