Die Schweiz ist ein Tiefsteuerland

Nahaufnahme eines Fünffrankenstücks

Die Schweiz ist ein Tiefsteuerland

Vergleicht man die durchschnittlichen Steuer- und Sozialabgaben innerhalb der OECD, wird deutlich, dass Jammern für Schweizer Steuerzahler fehl am Platz ist. Allen Grund dazu haben hingegen die Belgier.

Wer zahlt innerhalb der OECD am meisten Steuern und Sozialabgaben? 
Durchschnittlich gab der OECD-Bürger 2017 25.5% seines Salärs ab.
Oder: Rund 16% Einkommenssteuern und 10% Sozialabgaben.
Folgende Top-6-Länder mussten besonders tief in die Tasche greifen:
Österreich: 32.4%
Unsere Nachbarn zahlen mehr für Sozialabgaben als Steuern.
Mitunter berappen sie obligatorisch eine Interessenvertretung für Arbeitnehmer.
Ungarn: 33.5%
In manchen Staaten lohnt sich eine Heirat aus Steuergründen.
Ungarn besteuert seine Bürger jedoch unabhängig des Familienstands.
Slowenien: 33.7%
Alleine die Sozialabgaben verschlingen 22.1%. 
Die Slowenen zahlen unter anderem einen festen Anteil für Elternschaftsurlaub.
Dänemark: 35.8%
Bei den Dänen gibt’s keine Sozialabgaben, nur die Einkommenssteuer.
Mit ihr finanziert der Staat auch das Gesundheits- und Rentensystem.
Deutschland: 39.9%
Die Deutschen sorgen mit ihren Sozialabgaben unter anderem fürs Alter vor.
Jeder Erwerbstätige zahlt seit 1995 obligatorisch eine Pflegeversicherung.
Belgien: 40.5%
Der belgische Einkommenssteuersatz beträgt 26.5%.
Rund 1.5 mal so viel wie der OECD-Durchschnitt.
Und wo steht die Schweiz?
Durchschnittliche Abgaben: 16.9%.
Damit gelten wir als Tiefsteuerland.

Collage mit Bartsteuermarke aus dem Jahr 1705

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