Die Sparfuchs-Generation?

Jugendliche sitzen am Seeufer in der Dämmerung

Die Sparfuchs-Generation?

Lange prägte die Generation Y, auch Millennials genannt, die Diskussionen um die künftige Arbeitswelt. Nun steht die Gen Z in den Startlöchern und verändert den Markt mit ihren Werten weiter. Zur Nachfolgegeneration gehören alle, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind. In der Schweiz sind das gemäss Bundesamt für Statistik gut 1’200’000 Millionen Menschen. In Amerika zählen 61 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner dazu. Sie machen dort bald 20% der Arbeitnehmenden aus.

Anders als die Gen Y sucht die Gen Z klare Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben. Die zwischen 1995 und 2010 Geborenen sind zwar mit Smartphone und Tablet aufgewachsen, doch sie wollen nicht 24/7 erreichbar sein und bevorzugen geregelte Arbeitszeiten. Die Gen Z’ler gelten zudem als kompetitiv und lernwillig. Und: Sie wollen eine Perspektive auf beruflichen Aufstieg.

Auf dem Weg nach oben fahren die jungen Arbeitnehmer aber nicht einfach die Ellenbogen aus. Sie schätzen Teamarbeit und den persönlichen Kontakt. Ganze 40% der Gen Z sollen sich einen täglichen Austausch mit dem Vorgesetzten wünschen. Eine positive Arbeitskultur gehört für diese Generation denn auch zu den wichtigsten «Must-Haves» eines Jobs. Wenig überraschend ist daher auch eine hohe Identifikation mit den Werten eines Arbeitgebers.

Gemäss einer Deloitte-Studie folgt auf Platz zwei der Job-Anforderungen die Entlöhnung. Laut Ernst & Young würden aber nur 15% der Gen Z das Salär über die inhaltliche Zufriedenheit stellen. Die Gen-Y-Nachfolger zeichnen sich zudem durch ihre Sensibilisierung hinsichtlich Vorsorge aus. In einer amerikanischen Umfrage gaben 64% der Z’ler an, ein Sparkonto zu führen.

Was bedeuten die Gen Z-Erwartungen zu Zeiten des «War for Talents»? Arbeitgeber müssen sicherlich in den sozialen Medien präsent sein, denn Youtube und Co. zählen zu den wichtigsten Informationsquellen der Gen Z, auch in Jobfragen. Ebenfalls an Relevanz gewinnt das sogenannte Employer Branding, also wie sich ein Unternehmen präsentiert und welche Werte es vertritt. Für die Gen Z ist es beispielsweise wichtig, dass ein künftiger Arbeitgeber für Diversität einsteht.

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