Die Zukunft von 3D-Druck

3D-Testdruck von Beton

Die Zukunft von 3D-Druck

Noch vor kurzem war der 3D-Druck vor allem Geeks und Entwicklern vorbehalten – die eher teuren Geräte verlangten Fachwissen und waren eher langsam und unpräzise. Immer mehr dringt die Technologie in unseren Alltag vor: Gedruckt werden zunehmend eher Dinge für den täglichen Gebrauch

Etwa bei Reparaturen: Versagt bei der Waschmaschine ein Teil aus Plastik, muss weder ein neues Gerät gekauft noch ein teurer Reparaturservice organisiert werden. Das benötigte Ersatzteil kann – basierend auf entsprechenden Vorlagen des Herstellers – gleich selbst gedruckt werden.

Die Autoindustrie und die Medizintechnik druckt heute bereits viele Produkte: Kleinteile oder Prothesen zum Beispiel. Und auch die Aviatik und die Raumfahrt setzen auf die Technik – weil sich gerade die geringeren Transportkosten sowie das tiefere Gewicht von 3D-gedruckten Produkten als entscheidend erweisen.

Hoffnungen macht sich neuerdings auch der Holzbau. Wurden Holzspäne bisher vorrangig für Energie – z.B. zum Heizen verwendet – soll ihr Einsatz nun auch im 3D-Druck die Wertschöpfung in der Möbelbranche steigern. 

Naturbelassene Späne sollen laut entsprechenden Experimenten und Studien von deutschen Hochschulen einen effizienten und ressourcenschonenden Werkstoff darstellen. Genutzt wird dabei das so genannte additive Verfahren, das dreidimensionale Gegenstände Schicht für Schicht erzeugt. 

So kann der Holzgehalt von Möbeln und anderen Objekten massiv erhöht werden – von 40 auf beinahe 90 Prozent. Möglich werden soll zukünftig gar eine auf 100 Prozent nachwachsender Rohstoffe basierende Mischung für den Druck.

Ein weiterer Vorteil des 3D-Drucks ist das sogenannte «Rapid Prototyping». Gerade Startups und neue Projekte erhalten damit eine Möglichkeit, schnell physische Modelle zu erzeugen. So können Ideen visualisiert, der Entwicklungsprozess eines Produkts beschleunigt sowie erste Ergebnisse getestet werden. 

Die nächste Revolution, so glauben viele, wird der 4D-Druck sein – wenn also die Dimension Zeit Einzug bei den Objekten hält. Materialien sollen dann so programmiert werden, dass sie auf Umwelteinflüsse – Temperaturunterschiede, Wasser, Licht – reagieren können. So werden flexible und anpassungsfähige Objekte möglich. 

Der französische Architekt Arthur Mamou-Mani etwa setzt auf diese Idee und konzipiert Bauten, die sich an natürlichen Prozessen orientieren und denkt darüber nach, wie nicht-permanente Gebäude und Strukturen entstehen könnten. Das Zeitalter des Betons sei vorbei, so Mamou-Mani, und vielleicht macht es Platz für eine Zukunft, in der sich die von Menschen gebauten Dinge ebenso verändern können wie ihre Umgebung.

Foto von Christian Slater als «The Wolf» in einer regnerischen Grossstadt.

Drucker sind harmlos… NOT!

IT-Sicherheit ist spätestens seit den letzten US-Präsidentschaftswahlen ein Titelseiten-Thema. HP macht sich den Hype – oder die Hysterie – jetzt zunutze. Mit Hollywood-Veteran Christian Slater in der Hauptrolle.