Digitale Zuchtkatzen der Zukunft

Bildausschnitt der ersten Kryptokatze «Genesis»

Digitale Zuchtkatzen der Zukunft

Das Spiel CryptoKitties, übersetzt Kryptokätzchen, hat kürzlich einen Meilenstein erreicht, als Spielende über eine Million einzigartige virtuelle Kätzchen «gezüchtet» hatten. Damit wurde nicht nur die Nützlichkeit, sondern vielleicht eben gerade auch die Albernheit der Blockchain-Technologie aufgezeigt.

Blockchain, welches das Fundament für Kryptowährungen wie Bitcoin bildet, ist eine sichere und transparente Form der Buchhaltung, das auf dezentralisierten Netzwerken läuft. Dadurch haben immer mehrere Parteien die Übersicht und können Veränderungen sozusagen mit einem eigenen «Log-Buch» abgleichen, was Blockchains fälschungssicher macht.

Letztes Jahr hat die Firma Axiom Zen das Spiel CryptoKitties veröffentlicht, bei dem einzigartige digitale Gegenstände kreiert werden, die nicht kopierbar sind. Diese Gegenstände werden auch «Cryptocollectibles», also Krypto-Sammelobjekte, genannt und sind in diesem Fall digitale Cartoon-Katzen.

Für rare CryptoKitties haben Spielende auch schon mal mehr als 200’000 Franken in Form von Ethereum gezahlt. Die Günstigsten gibt’s schon für circa 30 Rappen. Seit dem Startschuss des Spiels im November 2017 hat sich das Ganze – Analog zum Kryptowährungswahn – zwar wieder etwas beruhigt, zeitweilig machte es aber knapp 30% des Handels mit Ethereum aus.

Das Ziel des Spiels war es, die Blockchain-Technologie zugänglicher und für den Alltag relevanter zu machen. Spielende können einzelne Katzen kaufen und auch wieder verkaufen – typisch für Sammelobjekte. Interessant ist dabei, dass jeweils nicht etwa die Rechte an den Bildern, sondern deren einzigartiger genetische Code gekauft wird – je nach Gen gibt’s andere Eigenschaften mit unterschiedlichem Wert.

Die Zukunft ist…

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