Ein teures Puzzle

Foto von Mondkratern

Ein teures Puzzle

Wer schon immer mal ein Stück Mond besitzen wollte, hat soeben eine entsprechende Auktion verpasst. Mal abgesehen davon, dass man von dieser Auktion hätte wissen müssen, um überhaupt daran teilnehmen zu können, hätte man zusätzlich auch tief ins Portemonnaie greifen müssen.

Bei diesem Stück Mond handelt es sich um einen 5.5 Kilogramm schweren Brocken, dessen Fragmente sich wie ein Puzzle zusammenfügen lassen. Weshalb der Brocken auch den Übernamen «The Moon Puzzle» erhielt.

Das Spezielle am Mond-Puzzle ist, dass dieses Exemplar nicht per Mondmission auf die Erde kam – diese Mondproben werden in der Regel nicht versteigert, sondern landen im Labor und danach gegebenenfalls im Museum –, sondern von alleine. Das heisst, es handelt sich um einen Meteoriten, der von Privaten gefunden und deswegen versteigert wurde.

Der Meteorit soll vor tausenden von Jahren auf der Erde gelandet sein und wurde letztes Jahr in Afrika gefunden. Im Oktober hat ihn ein anonymer Bieter für 612’500 US-Dollar – das sind gut 611’000 Franken – ersteigert.

Foto des Meteoriten

Natürlich fallen solche Mondsteine nicht einfach so vom Himmel: Man geht davon aus, dass ein grösseres Objekt unseren Mond getroffen hat, wobei Stücke vom Mond in den Weltraum befördert wurden. Diese sind irgendwann in die Erdumlaufbahn eingetreten und auf der Erde gelandet.

Das Äussere des Steines weist Spuren der Hitze auf, die mit der Reibung an der Luft nach dem Eintritt in die Atmosphäre anfällt, was den Wert des Steins – neben dessen Rarität – erhöht. Dazu kommt die Grösse und die eindeutig nachweisbare Herkunft: Der Mond.

Bild von Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow in seiner Wohnung 2010

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