Mit Matthew McConaughey einschlafen

Mann im Bett am Smartphone

Mit Matthew McConaughey einschlafen

Im Bett noch kurz Instagram, Facebook und Newsportale checken – das verbreitete Ritual verschlechtert gemäss diversen Studien die Schlafqualität. Calm dreht den Spiess um: Dank der App sollen User entspannen und besser schlafen. Das amerikanische Unternehmen will Nutzerinnen und Nutzer «glücklicher und gesünder» machen. Mithilfe von angeleiteten Meditationen, Gutenacht-Geschichten und Musik.

Die App trifft damit offenbar einen Nerv der Zeit. Laut Apple war das Themenfeld Selbstpflege inklusive Achtsamkeit und Stressreduktion 2017 einer von Top-Vier-Trends. Und er hält an: Calm wurde bisher über 40 Millionen mal runtergeladen, über 1 Million User nutzen die kostenpflichtige Premium-Version. Der Umsatz hat sich 2018 vervierfacht, 2019 soll er auf 150 Millionen US-Dollar klettern.

Die App darf auf prominente Unterstützung zählen. Schauspieler Matthew McConaughey beispielsweise erzählt die 35-minütige Gutenacht-Story «Wonder» – es ist die erfolgreichste von insgesamt 120 Calm-Geschichten. Auch Musikerin Leona Lewis und Schriftsteller Stephen Fry gehören zu den Geschichtenerzählern. Moby ist mit einem exklusiven Calm-Release Aushängeschild des Musikstreaming-Geschäftszweiges, der vor 1.5 Jahren gelaunched wurde.

Schauspieler Ashton Kutcher wirkt ebenfalls mit, allerdings hinter den Kulissen. Seine Risikokapitalgesellschaft Sound Ventures unterstützt Calm finanziell. 116 Millionen US-Dollar wurden bis dato in die Firma eingeschossen, davon 88 Millionen US-Dollar in der zweiten Finanzierungsrunde vergangenes Jahr. Calms Wert stieg damit auf 1 Milliarde US-Dollar.

Seit 2018 ist die digitale Entspannungshilfe auf Deutsch verfügbar – weitere Übersetzungen sind geplant. Calm will künftig aber auch abseits von Smartphone-Screens Fuss fassen. Mit Kleidung und Hotels beispielsweise. Bereits erhältlich sind ein Buch und ein Duftspray. Calm solle zum wertvollsten und sinnvollsten Brand des 21. Jahrhunderts wachsen, erklärte der Co-Gründer Acton Smith erklärte gegenüber The Telegraph.

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