Clubhouse-Einladung zu verkaufen?

Diverse App Icons der App Clubhouse

Clubhouse-Einladung zu verkaufen?

Dass die App Clubhouse eine rosige Zukunft vor sich hat, liess sich schon am Anfang ihrer Geschichte erahnen. Wenige Wochen nach ihrem Launch wurde sie bereits mit 100 Millionen US-Dollar bewertet, nun – neun Monate später – beträgt ihr Wert 1 Milliarde US-Dollar.

Das Konzept scheint einen Nerv zu treffen, besonders in Zeiten der Einschränkungen. Clubhouse setzt auf «audio only», will heissen, hier sind in erster Linie die Ohren gefragt. Wer im Clubhouse ist, kann in thematische Räume eintreten, Live-Konversationen zuhören und je nach Rolle auch mitreden. Ist die Unterhaltung zu Ende, wird der Raum gelöscht.

Die Idee stammt von Paul Davison und Rohan Seth. Davison arbeitete einst für Pinterest, Seth für Google. Trotz viel Renommee, Zulauf von Celebrities wie Drake und einem grossen Hype befindet sich die App noch immer in der Beta-Version und ist derzeit nur für iPhones verfügbar.

Ein iPhone ist aber noch kein Eintrittsticket. Wer ins Clubhouse will, braucht eine Einladung einer Person, die bereits drin ist. Im Februar 2021 tummelten sich 2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform, im Dezember waren es noch 600’000.

Die sogenannten «Invites» sind pro Nutzer limitiert und mit zunehmender Popularität der App umso begehrter. Die Einladungen werden sogar schon verkauft, zum Beispiel auf Reddit oder eBay. Die Kaufpreise bewegen sich unter 100 Dollar, aber die Einnahmen sind bei einer eigentlich kostenlosen App für den Verkäufer doch immer ein Gewinn.