Was kostet eigentlich eine Zigarette?

Ein Zigarettenstummel

Was kostet eigentlich eine Zigarette?

Weltweit rauchen etwa eine Milliarde Menschen. In der Schweiz greifen laut den jüngsten Zahlen des Bundesamts für Gesundheit BAG 27% der Schweizer Bevölkerung regelmässig zum Glimmstängel. Bei den Männern sind es 31%, bei den Frauen 23.3%. 

Der Verkaufspreis einer Zigarette setzt sich aus verschiedenen Anteilen zusammen, die länderspezifisch sind. In der Schweiz fällt mit 52.5% der grösste Teil auf die Tabaksteuer, darauf folgt mit 39.7% der Anteil für Hersteller*in und Händler*in. Dazu kommen noch 7.2% für die Mehrwertsteuer sowie mit je 0.026% Anteile für den Tabakpräventionsfonds und Fonds für die Mitfinanzierung des Inlandtabaks.

Die Kosten beschränken sich allerdings nicht auf das Produkt selber. Die medizinischen Kosten, die durch das Rauchen mitverursacht werden, belaufen sich in der Schweiz jährlich auf 3 Milliarden Franken. Und Erwerbsausfälle kosten die Schweizer Volkswirtschaft jährlich 0.9 Milliarden Franken.

Des Weiteren fallen Kosten für die Umwelt an. Die Tabakpflanze braucht viel Wasser und entzieht dem Boden viele Nährstoffe. Für den Anbau und auch das Trocknen des Tabaks werden teilweise Wälder gerodet. Und nicht ordentlich entsorgte Zigarettenstummel führen zur Umweltverschmutzung und werden zur Gefahr für Tiere. 

Jene, die Tabak anbauen, bezahlen ebenfalls für den Tabakkonsum. Die Arbeitsbedingungen für Tabakpflanzer*innen, beispielsweise in Malawi oder Brasilien, sind oft ausbeuterisch und gesundheitsschädigend. Nicht selten arbeiten auch Kinder auf den Feldern. 

Ob die E-Zigarette eine Alternative darstellt, um wenigstens ein paar der Negativfolgen des Tabakkonsums zu reduzieren, ist umstritten. Das Produkt ist noch relativ jung und die Auswirkungen noch wenig erforscht. Die Lungenliga Schweiz rät entsprechend vom «Dampfen» ab.