Ka-ching Bling

Katy Perry mit ihren Grillz

Ka-ching Bling

Das Verschönern der eigenen Zähne ist kein Phänomen der Neuzeit. Schon die Etrusker, die mehrere hundert Jahre vor Christus ​​im nördlichen Mittelitalien beheimatet waren, kannten Zahnschmuck. Auch die Mayas sollen ihre Zähne verziert haben. Heute werden die Beisser unter anderem mit Steinchen oder Grillz aufgemotzt.

Bei Grillz handelt es sich um individuell gestaltete Kappen, die über den Zähnen getragen werden. Sie können aus verschiedenen Materialien gefertigt sein, zum Beispiel aus Gold oder Platin. Zudem gibt es mit Edelsteinen verzierte Schmuckstücke, die heissen dann Iced-Out-Grillz.

Die Ursprünge des Körperschmucks wie wir ihn heute kennen, liegen in der amerikanischen Hiphop-Kultur. Ab den späten 80er-Jahren fing der funkelnde Aufstieg der Grillz an, unter anderem dank Rap-Ikonen wie Slick Rick und Flavor Flav von Public Enemy. Mittlerweile tragen auch Kim Kardashian, Schwimmer Ryan Lochte und Model Cara Delevingne Grillz.

Wie viel Geld auf die Zähne gesteckt wird, hängt einerseits vom Vorgehen und andererseits von der Ausführung ab. Grundsätzlich wird auch aus gesundheitlichen Gründen empfohlen, erst von einem Zahnarzt ein Abdruck des Gebisses machen zu lassen. So können die Grillz anschliessend perfekt nach den Zähnen der Trägerin oder des Trägers angefertigt werden. 

Berühmte Träger*innen lassen sich nicht lumpen, was ihre Modelle angeht. Drake soll für seine Grillz, die er im Video «In My Feelings» zur Schau trägt, 14’000 US-Dollar gezahlt haben. Lil Waynes glitzernder Mund soll 150’000 US-Dollar wert sein. Auf dem Grillz-Thron sitzt Katy Perry, zumindest laut Guinness-Buch der Rekorde: Ihr Schmuckstück aus dem Video «Dark Horse» kostete 1 Millionen US-Dollar.