Essbare, plastikfressende Pilze!

Foto einer Frau, die einen Pilzbecher verspeist

Essbare, plastikfressende Pilze!

Wissenschaftler*innen haben einen neuen Weg gefunden, um sich unserem Plastikproblem anzunehmen: Eine Apparatur, die Plastikabfall in ein essbares Produkt verwandelt, das für uns Menschen unbedenklich ist. Ermöglicht wird das Ganze durch zwei Arten von Pilzen, die Plastik verdauen können, ohne dabei ein giftiges Nebenprodukt zu produzieren.

Die österreichische Designerin Katharina Unger erstellte zusammen mit ihrem Team das sogenannte Fungi Mutarium (s. Bild unten), wodurch das Wachstum der Pilze mit Hilfe der richtigen Umgebungsfaktoren (Temperatur, Feuchtigkeit) beschleunigt und das sogenannte Kolonisieren des Plastiks gefördert werden kann.

Foto des Fungi Mutarium

Auch wenn die Idee eher aussergewöhnlich anmutet, braucht es genau solche, wollen wir als Menschheit verhindern, dass es bis 2050 mehr Plastik als Fisch in den Ozeanen hat. Obwohl es auch noch andere Ideen zur Plastikverwertung gibt, scheint das Fungi Mutarium besonders vielversprechend, da dabei keine schädlichen Nebenprodukte wie bspw. CO2 entstehen, sondern Nahrung.

Die zwei Pilze Pleurotus ostreanus – auch bekannt als Austern-Seitling – und Schizophyllum commune, können Plastik verdauen und sind erst noch ziemlich weit verbreitet. Die Apparatur kommt mit einer Vielzahl von Bechern, die aus Agar, Stärke und Zucker bestehen und mit Plastik gefüttert werden kann. Danach wird das Myzel – das sind sozusagen die Wurzeln des Pilzes – beigefügt und die Kolonisierung des Plastiks beginnt.

Nach ein paar Monaten wird der Pilz das Plastik zersetzt haben und zurück bleibt ein essbarer Agar-Becher mit einer Pilzfüllung. Da das ganze Projekt noch nicht in einem erweiterten Ausmass der Forschung präsentiert wurde, wird es noch eine Weile gehen, bis es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Trotzdem erhofft sich Katharina Unger, einen Grundstein zur alternativen Plastikverwertung gelegt zu haben.

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