«Fake» geht ins Geld

Diverse Armbanduhren von Rolex

«Fake» geht ins Geld

Jahr für Jahr kaufen Konsumentinnen und Konsumenten tonnenweise Produkte, die gefälscht sind. Solche Fakes schaden der Wirtschaft. Wie die Auswirkungen für die Schweizer konkret aussehen, hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD untersucht

Die Studie kommt zum Ergebnis, dass Schweizer Inhaber «Geistigen Eigentums» aufgrund des Handels mit Fake-Produkten 2018 Umsätze in der Höhe von 4.5 Milliarden Franken einbüssten. Für den Staat bedeutet diese Einbusse schätzungsweise 157 Millionen Franken Verlust an öffentlichen Einnahmen.

Besonders häufig werden Schuhe, Kleidung und Lederwaren gefälscht. Aber auch Produkte der Uhren- und Schmuckindustrie werden oft imitiert. Die gefälschten und raubkopierten Produkte kommen am häufigsten aus China, Singapur und der Türkei.

Interessanterweise gibt es viele Konsumentinnen und Konsumenten, denen bewusst ist, dass sie gefälschte Produkte kaufen. Laut des erwähnten OECD-Berichts kauften zwischen 2017 und 2019 54% wissentlich Fake-Ware, die Schweizer Schutzrechte verletzten. 

Nebst bezifferbaren, wirtschaftlichen Schäden kann der Handel mit Fake-Produkten auch Image-Probleme für ein kopiertes Unternehmen bedeuten. Und tatsächlich können Fälschungen auch eine Gefahr für die Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten sein, da diese Firmen aus dem Dunkel operieren und sich oft nicht an die Standards halten.

Die Schweiz gehört laut OECD im weltweiten Vergleich zu den Staaten, die stark von Fälschungen und Raubkopien betroffen sind. Ebenfalls erheblich betroffen sind die USA, Frankreich, Italien und Deutschland. 

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