Filmreif, auch nach dem Tod

Foto von Charlie Chaplin in der Rolle des «Tramp»

Filmreif, auch nach dem Tod

Mit der Rolle des «Tramps» wurde Charlie Chaplin weltberühmt und eine Ikone im Showbusiness. Der Duden definiert «Tramp» als besonders in Nordamerika vorkommender Landstreicher und umherziehender Gelegenheitsarbeiter. Laut Chaplin sei das Rezept dieser Figur gewesen, sich in Schwierigkeiten zu bringen und diese mit nichts, ausser der eigenen Würde zu überstehen. Der Erfolg zeigte, wie sehr sich die Menschen mit dem liebenswürdigen Tollpatsch identifizierten. Vielerorts war der «Tramp» mehr Charlie Chaplin als der unverkleidete Chaplin Charlie Chaplin war.

Nachdem Chaplin Ende 1977 in der Schweiz starb, wurde sein Leichnam vom Friedhof gestohlen. Die Täter wollten 600’000 Franken von den Hinterbliebenen erpressen. Der Plan scheiterte, die Täter gefasst und Chaplin wurde erneut beerdigt. Was Stoff für einen Film wäre, wurde 2008 zu einem Theaterstück namens Kidnappin’ Chaplin.

2004 gab es in London eine Auktion von Filmrequisiten, bei der sein Spazierstock für 47’800 Pfund versteigert – das sind heute umgerechnet 93’000 Franken. Ein weiteres Markenzeichen des «Tramps» – Schnurrbärte, die er im Film Der Grosse Diktator trug – wurden für umgerechnet 23’000 und knapp 30’000 Franken versteigert.

Foto von Charlie Chaplin in der Rolle des «Tramp»
Foto von Arthur Conan Doyle und der Geistererscheinung im Hintergrund

Das Geschäft mit dem Jenseits

Durch einen simplen Trick verdienten sich Fotografen Anfang des 20. Jahrhundert eine goldene Nase. Sie liessen die Menschen glauben, sie könnten ihre verstorbenen Angehörigen fotografisch festhalten.