Frauen an die Firmenspitze!

Bild von Beyoncé

Frauen an die Firmenspitze!

«I’m Not Bossy. I’m the Boss» – so lautete die Claim der Kampagne von Sheryl Sandberg, seit 2008 Chief Operating Officer von Facebook. Unter anderem Beyoncé und Condoleezza Rice unterstützten die Aktion, welche Mädchen und Frauen zum Führen ermutigen soll. Richtige Kerbe, falsche Botschaft, befand unter anderem das Times Magazine. Denn Frauen sollten eben sehr wohl «bossy» sein dürfen, ohne sich dafür zu rechtfertigen.

Hier ist ein ergänzendes Video von einer externen Quelle eingebettet.

Die Kampagne klinkte sich in einen nach wie vor hochaktuellen Diskurs ein. Gemäss dem Wirtschaftsmagazin Fortune stehen an der Spitze der 500 grössten amerikanischen Unternehmen 24 Frauen, letztes Jahr waren es 32 weibliche CEOs. Die Gründe dafür sind wohl biologisch und kulturell bedingt: Lady Bosses werden auch im 21. Jahrhundert eher gefürchtet als beklatscht. Erst recht, wenn sie Mütter sind.

Diese nach wie vor patriarchalisch geprägte Kultur schlägt sich auch in anderen Zahlen nieder. In frauengeführte Unternehmen wurde zwischen 2011 und 2013 34 (!) mal weniger Risikokapital investiert als in solche, denen ein Mann vorstand. Dabei zeigen Studien der letzten Jahre, dass Unternehmen mit weiblichen CEOs und/oder höherem Frauenanteil in Führungspositionen wesentlich erfolgreicher wirtschaften und Investitionen entsprechend Sinn ergeben.

Inwiefern sich der männliche vom weiblichen Führungsstil unterscheidet, ist nicht abschliessend geklärt. Frauen gelten als gute Motivatoren und geben regelmässig positives Feedback, was zu mehr Engagement seitens der Belegschaft führt und damit zu einer höheren Produktivität. Das ist vermutlich ein wesentlicher Grund, warum auch die Geschäftsergebnisse von Unternehmen mit höherem Frauenanteil in der Geschäftsleitung besser sind.

Es gibt verschiedene Ansätze, ein Umdenken anzuregen und Frauen in Führungspositionen zu unterstützen. Norwegen hat 2008 beispielsweise als erstes Land überhaupt eine 40%-Frauenquote in Verwaltungsräten eingeführt, weitere Staaten sind nachgezogen. Eine freiwilligere Form des Supports: Fonds, die nur in Firmen mit weiblichem CEO oder einem bestimmten Frauenanteil in der Geschäftsleitung investieren.

Bild der ersten Greenpeace Aktion im Jahr 1975. Ein kleines Motorboat mit zwei grossen Schiffen und einem Potwal im Schleptau.

Greenpeace und die Zukunfts-Münzen

Ein chinesischer Text aus dem dritten Jahrtausend vor Christus soll die Zukunft deuten können – mit Hilfe von Münzen. Auch Greenpeace-Gründer Bob Hunter glaubte an dieses Orakel.