Gates’ Absturz

Porträt von Bill Gates

Gates’ Absturz

In der Forbes-400-Liste liefern sich die reichsten Amerikaner*innen Jahr für Jahr ein Stelldichein. Jeden September findet sich hier ein unglaubliches Ausmass von konzentriertem Wohlstand, der sich weiterhin verlässlich vor allem in den Händen von weissen Männern findet. In den letzten dreissig Jahren war Platz 1 oder 2 dabei immer dem Gleichen vorbehalten: Dem Multimilliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates nämlich. 

Damit ist nun Schluss. Selbst Gates‘ stolze 134 Milliarden reichten nicht aus, um die vor ihm platzierten drei Superreichen zu übertrumpfen: Amazon-Gründer Jeff Bezos, Tesla-Boss Elon Musk und Facebook-CEO Mark Zuckerberg schafften es nicht zuletzt dank Aktiengewinnen ihrer jeweiligen Firmen in diesem Jahr aufs Siegertreppchen. Das nennt man wohl Krisenresistenz. 

Obwohl auch Gates dieses Jahr an Vermögen zulegen konnte, musste er auch hohe Geldabflüsse verzeichnen. Grund dafür ist die Scheidung von seiner langjährigen Partnerin Melinda French Gates: Diese hat im Rahmen der Übereinkunft der beiden Beteiligungen an Unternehmen im Wert von mindestens 5.6 Milliarden erhalten. Mit diesem Verlust war der Weg in den Top-3 für Gates versperrt. 

Über die Beweggründe für die Scheidung haben sich die beiden Ex-Ehepartner*innen bisher ausgeschwiegen. Gates bezeichnete die Trennung in Interviews als traurigen Meilenstein in seinem Leben – seine frühere Frau sei eine tolle Person. Angesichts dessen dürfte das verpasste Podium in der Forbes-400-Liste für ihn einen eher unbedeutenden Ausschlag auf dem Sorgenbarometer darstellen.  

Fotokarikatur von Bill Gates

Geld macht glücklich. Ja, aber...

Es ist ein ewiges Thema: Sind wir glücklicher, je mehr Geld wir zur Verfügung haben? Auch dieser Beitrag liefert wieder keine einfache Antwort. Allenfalls aber eine hilfreiche.