Geld verdienen mit Gamen

Foto einer Arena, in der Live-Gaming gezeigt wird

Geld verdienen mit Gamen

Gemäss dem «Global eSports Report 2017» von NewZoo wird sich die E-Sport-Industrie bis 2020 zu einem Milliardengeschäft entwickeln. Turniere begeistern seit Jahren ein Millionenpublikum – Tendenz steigend. Das League-of-Legends-Finale im Jahr 2015 beispielsweise zählte 36 Millionen Zuschauer. Auch die Preisgelder bewegen sich auf Millionen-Niveau: Am «International Championship Tournament 2017», an welchem das Game Dota 2 gespielt wurde, winkten den besten Spielern insgesamt über 20 Millionen US-Dollar. Bisheriger Preisgeld-Rekord in der E-Sport-Szene.

Das Business rund um Computerspiele orientiert sich an bekannten Strukturen aus dem Sportbereich. Innerhalb von E-Sport-Organisationen formen sich Teams, die sich in einem Spiel wie eben Dota 2 professionalisieren. Verträge, Partnerschaften, Medienrechte und Sponsoring werden verhandelt. Viele Gamer generieren einen Grossteil ihrer Einnahmen nicht an Turnieren, sondern mit dem Drumherum.

Einer, der in diese Kategorie gehört, ist Tyler Blevins. Der 26-jährige Gamer mit Nicknamen «Ninja» hat in mehreren E-Sport-Teams gespielt, bevor er als Streamer populär wurde. Streamer nehmen in der E-Sport-Szene sozusagen die Trainer-Funktion ein. Blevins streamt über die Gaming-Plattform Twitch, hat so viele Abonnenten wie sonst keiner und verdient – alleine mit Streaming! – über 500’000 US-Dollar. Im Monat.

Während eines Video-Interviews mit der CNBC erzählt Tyler Blevins, er habe neben seiner E-Sport-Karriere immer gearbeitet und studiert. Es sei wichtig, noch ein anderes Standbein zu haben und sich nicht nur aufs Gamen zu konzentrieren. «Gerade, weil das Umfeld immer umkämpfter wird.» Zudem verändert sich das Business schnell und entsprechend gehört E-Sport-Profi nicht zu den langfristigen Karriereoptionen.

Wie in allen Sportarten schaffen es auch im E-Sport nur wenige an die Spitze. Gemäss der Plattform E-Sport Earnings verdienen weltweit nur knapp 70 Spieler über 100’000 US-Dollar jährlich und davon wiederum nur eine Handvoll über 300’000. Im Länderranking befindet sich die Schweiz mit 38 Spielern auf Platz 60. Vielleicht ändert sich das bald: An der letztjährigen E-Sport-Weltmeisterschaft holte der Schweizer Mathieu «KiraKira» Nguyen mit seinen Tekken 7-Spielkünsten Bronze.

Bild eines alten Gramophone mit goldenem Trichter

Das erste Bild eines Musikstudios

Die Gramophone Company eröffnete 1898 in London eines der ersten Musikaufnahmestudios überhaupt. Ganz sicher ist es das erste Studio, das jemals fotografiert wurde.