Bier schenkt ein

Foto drei verschiedener Biersorten

Bier schenkt ein

Im Jahr 2017 haben Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf 54.3 Liter Bier konsumiert. Tschechien ist mit 143 Litern pro Nase Europa-Meister. Amerikannerinnen und Amerikaner tranken 2017 im Schnitt 74.9 Liter des goldenen Getränks, in Australien belief sich der Pro-Kopf-Konsum auf 71.8 Liter.

Die Bierindustrie boomt wie lange nicht mehr. Gemäss einem Report von Deloitte belief sich der Wert des globalen Biermarktes 2016 auf 530 Milliarden US-Dollar und soll sich bis 2021 auf über 700 Milliarden erhöhen. China und Amerika zählen zu den wichtigsten Märkten, China befindet sich zudem an der Spitze der weltweiten Bierproduktion.

Als wichtiger Treiber der Branche gilt «Craft»-Bier. Handwerklich hergestelltes Bier erfreut sich seit einigen Jahren grosser Beliebtheit und es gibt immer mehr Kleinbrauereien, die neue Biersorten auf den Markt bringen. 2017 wurde in Amerika für 26 Milliarden US-Dollar «Craft»-Bier verkauft – das entspricht 23% des gesamten Biermarktes, Tendenz steigend. Die grossen Firmen beherrschen den Markt allerdings nach wie vor. Anheuser-Busch beispielsweise – zum Unternehmen gehört unter anderem die Marke Budweiser – hat im US-Markt nach eigenen Angaben einen Anteil von 46%.

Gemäss der amerikanischen Ermittlungsbehörde Bureau of Labor Statistics (BLS) erhöhte sich die Anzahl Mitarbeitende in US-Brauereien zwischen 2010 und 2016 um 135 Prozent. 58’850 Personen haben 2016 in einer amerikanischen Brauerei gearbeitet, 2010 waren es noch knapp 25’000. In der EU waren 2014 laut Brewers of Europe knapp 130’000 Personen in einer Brauerei angestellt. Die Vereinigung geht davon aus, dass die Bierindustrie insgesamt 2.3 Millionen Jobs schafft.

Nebst der Anzahl Beschäftiger stieg zudem die Anzahl an Brauereien. Die Eidgenössische Zollverwaltung meldete 2017 869 registrierte Betriebe, 2013 waren es noch 409. Im EU-Raum zeichnet sich dasselbe Bild ab: über 6500 Brauereien, 900 sind alleine seit 2013 dazugekommen. In den USA gibt es ebenfalls mehr Brauereibetriebe denn je. 2016 belief sich die Anzahl auf knapp 3000 – siebenmal mehr als noch 2001.

Bierherstellung und -verkauf lassen aufgrund der Besteuerung ebenso Staatskassen klingeln. Die sogenannte Biersteuer orientiert sich am Stärkegrad des Bieres respektive dem Stammwürzegehalt sowie der Produktionsmenge pro Betrieb. 2017 flossen dank der Biersteuer 112 Millionen Franken in die Schweizer Bundeskasse.

Vom Bierboom profitieren auch andere Branchen. 2010 beispielsweise gründeten zwei Amerikaner die Firma Untappd. Ihre gleichnamige App ist eine Art soziales Netzwerk für Bierliebhaberinnen und -liebhaber. Mittlerweile beschäftigt die Unternehmung 85 Mitarbeitende und verzeichnet einen Jahresumsatz von 8 Millionen US-Dollar.

Foto von gepressten Teeblättern

Wie viele Teeziegel kostet ein Pferd?

Ein Teeziegel sieht aus wie gepresster, getrockneter Schlamm. Er ist in der Regel ein bis zwei Kilo schwer und war bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein akzeptiertes Zahlungsmittel in Asien.