Hochzeitsglück und Steuerfrust

Foto von Frau in Brautkleid

Hochzeitsglück und Steuerfrust

Den Bund der Ehe einzugehen, war längst nicht immer romantisch motiviert. Aufgrund der kulturellen Gegebenheiten gewährte die Eheschliessung bis in die Neuzeit ökonomische Sicherheit, insbesondere für die Frau. In manchen Kulturen versteht man die Ehe nach wie vor primär als Wirtschaftsgemeinschaft, beispielsweise in Pakistan.

Tatsächlich macht der Trauschein in finanzieller Hinsicht – auch im 21. Jahrhundert – durchaus Sinn. Denn wer heiratet, spart Steuern. Meistens jedenfalls. In gewissen Fällen kommt es infolge des Status «Verheiratet» zu steuerlichen Nachteilen. Im Volksmund spricht man von «Heiratsstrafe». Vor bald drei Jahren wurde in der Schweiz diesbezüglich zuletzt abgestimmt.

Die Initiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» wurde mit 50.8% abgelehnt. Es ging darum, dass die Ehe gegenüber anderen Lebensformen in Sachen Steuern und Sozialversicherungen nicht benachteiligt wird. Die Abstimmung erhitzte besonders im Nachgang die Gemüter, als die Eidgenössische Steuerverwaltung die Schätzung der betroffenen Ehepaare nach oben korrigierte: von 80’000 auf 454‘000.

Diese Ehepaare sind demnach bei den Bundessteuern «deutlich benachteiligt», das heisst, sie zahlen aufgrund des Eherings mindestens 10% mehr Abgaben als ein gleichgestelltes Konkubinatspaar.

Von der Heiratsstrafe betroffen sind gemäss Avenir Suisse allerdings nur Zweiverdienerehepaare, deren monatliches Einkommen insgesamt 18’300 Franken oder mehr beträgt.  Wäre die Initiative angenommen worden, hätte der Bund jährlich rund 1.2 Milliarden weniger an direkten Steuern eingenommen.

Die Initiative schürte auch die Diskussion um die Benachteiligung von alleinstehenden Personen. Die Neue Zürcher Zeitung sprach von der «Single-Strafe». Denn Alleinstehende zahlen bereits ab einem steuerbaren Jahreseinkommen von 17’800 Franken direkte Bundessteuern. Und erst noch zu einem höheren Tarif als Verheiratete.

Foto des heutigen Rockefeller Center Weihnachtsbaums

Der berühmteste Weihnachtsbaum der Welt

Beim Weihnachtsbaum des Rockefeller Centers, der seit 1931 jedes Jahr aufgestellt wird, handelt sich um den wohl berühmtesten Weihnachtsbaum der Welt.