Jay-Z dealt jetzt legal

Abbildung einer «OG Handroll»

Jay-Z dealt jetzt legal

Was haben das Plattenlabel Roc Nation, der Champagner Armand de Brignac, die Fashionmarke Rocawear, der Cognac D’Ussé und die Streaming-Plattform Tidal gemeinsam? Genau, sie alle sind in Besitz des Amerikaners Shawn Carter.

Carter, der vor allem unter seinem Künstler-Pseudonym Jay-Z bekannt sein dürfte, ist – je nach Betrachtung – der erste Milliardär, der seine Wurzeln im Hip-Hop hat (andere Berechnungen favorisieren P Diddy oder Dr. Dre). 

Aufgewachsen in einer Überbauung mit Sozialwohnungen im Brooklyner Quartier Bedford-Stuyvesant – einst eines der gefährlichsten Viertel New Yorks – arbeitete sich Carter erst in der Musikindustrie an die Spitze, um dann auch als diversifizierter Unternehmer einen Sinn für gute Geschäfte zu beweisen.

Der Rapper, der als Jugendlicher dealte, ist stets auf der Suche nach neuen Investmentmöglichkeiten. Zuletzt hat er nun die Cannabis-Marke Monogram lanciert. Monogram bietet handgerollte Joints an, angefertigt von «ausgebildeten Kunsthandwerkern», wie das Unternehmen selbst angibt. 

Monograms Aushängeschild ist der «OG Handroll», ein Joint mit 1.5 Gramm Gras, der brennen soll wie eine kubanische Zigarre. Kostenpunkt: satte 50 US Dollar. Neben vier verschiedenen Joints bietet Monogram auch Blüten zum Selberdrehen an. 

Ziel des Unternehmens, das seinen Sitz in Kalifornien hat, wo der Cannabis-Konsum legal ist: Seinen Kund*innen die bestmöglichste Art des Cannabiskonsums zu ermöglichen – und der Pflanze bzw. dem Konsum deren psychoaktiven Blüte mit Respekt zu begegnen. So zumindest das Credo.

Carter, der seit 2008 mit der R’n’B-Sängerin Beyoncé verheiratet ist, ist nicht der einzige Musiker im Cannabis-Geschäft. Der mexikanisch-amerikanische Gitarrist Carlos Santana betreibt mit Mirayo einen eigenen Cannabis-Brand. Auch im Namen von Mickey Hart, Schlagzeuger der Rockband Grateful Dead, und der verstorbenen Reggae-Legende Bob Marley werden Cannabis-Produkte vertrieben.

Die Produkte von Santana, Hart und Marley werden von Left Coast Ventures produziert, einer Firma, hinter der Michael Auerbach steckt. Der amerikanische Geschäftsmann besitzt eine Reihe von Unternehmen – seit kurzem auch The Parent Co. Mit dieser Firma hat Auerbach Grosses vor: The Parent Co. soll das erste Unternehmen im Cannabis-Geschäft werden, das 100 Jahre überdauert.

Dazu beitragen soll auch Jay-Z mit Monogram. Aber nicht nur damit: Der Rapper soll auch Anteile von The Parent Co. halten. Zudem soll die Firma der exklusive «Cannabis Brand Partner» von Carters Label Roc Nation werden. Gut möglich also, dass es bald auch Gras von Rihanna, die bei Roc Nation unter Vertrag steht, geben wird.

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