Jemanden retten und 75’000 Dollar gewinnen

Foto der Puppe Outback Joe, liegend auf einem Acker.

Jemanden retten und 75’000 Dollar gewinnen

Outback Joe ist eine 50 Kilogramm schwere Puppe in blauen Jeans, ein Arbeitsshirt, Arbeitsschuhe und ein Akubra – eine typisch australische Kopfbedeckung, oder genauer: Crocodile Dundees Hut. Die Hintergrundgeschichte von Outback Joe ist folgende: Entweder ist er ein Buschwanderer, der sich auf dem Weg verirrt hat und nun orientierungslos umher wandert. Oder er ist ein Arbeiter, dessen Fahrzeug mitten in der Wüste den Geist aufgegeben hat.

Outback Joe ist die Erfindung der UAV Challenge und muss irgendwo im «outback», also im Hinterland, gefunden und geborgen werden. Bei UAV handelt es sich um unbemannte Luftfahrzeuge, die im zivilen Einsatz genutzt werden sollen. Uns sind wohl vor allem die Überwachungsdrohnen oder unbemannte Kampfflugzeuge aus Kriegs- oder Spionagefilmen ein Begriff.

Anstatt nun aber Menschen nur auszuspionieren, sollen sie helfen, Menschen schneller zu finden – und zwar autonom, also völlig selbständig und ohne menschliches Einwirken. Um den technischen Fortschritt zu fördern, wird der Wettbewerb seit 2007 jährlich wiederholt und ist mit einem Preisgeld von bis zu 50’000 australische Dollar dotiert. Dabei gibt es zwei Kategorien: Eine für Gymnasiasten und Gymnasiastinnen und eine für Erwachsene.

Um die Rettungsflugsysteme der Zukunft effizienter und günstiger bauen zu können, müssen alle Teilnehmenden die Pläne zu ihren potentiell siegbringenden Taktiken und Flugmaschinen einer Jury mitteilen. Beim Wettbewerb selbst gibt es ein ausgeklügeltes Punktesystem, wobei Sicherheit, technisches Vermögen – beispielsweise vielseitige Anwendungsmöglichkeit – und technische Qualität im Vordergrund stehen.

In der UAV Challenge gibt es verschiedene Aufgabenbereiche, die jeweils unterschiedlich belohnt werden. Bei der 50’000 Dollar-Aufgabe ging es darum, dass das unbemannte Flugzeug Outback Joe in einem Feld von einer Grösse von 24 Quadratkilometern – das sind etwa 2’400 Fussballfelder – von alleine findet und eine lebensrettende Wasserflasche abwirft. Dabei durfte nicht höher als 457 Meter über Boden geflogen werden, der Fundort auf 100 Meter genau bestimmt und die Aufgabe innerhalb einer Stunde gelöst werden. 2014 wurde sie von einem Team aus Canberra gelöst.

Die neueste Aufgabe beinhaltet das Finden von Outback Joe, das Einsammeln einer Blutprobe, die sich Outback Joe notabene selber schon genommen hat und das Überbringen geeigneter Medikamente und Versorgung, nachdem die Blutprobe am Heimatflughafen vom medizinischen Team ausgewertet wurde. Das Team, das die meisten Punkte erreicht und erst noch ein System entwickelt, das dies autonom schafft, gewinnt das Preisgeld von maximal 75’000 australischen Dollar.

Foto einer PET-Flasche in einem Wellblechdach

PET-Flaschen geht ein Licht auf

Die Idee ist simpel: Eine durchsichtige PET-Flasche gefüllt mit Wasser, ein wenig Javelwasser, ein Loch in der Decke und Tageslicht. Schon hat man eine Lampe ohne jeglichen Stromverbrauch.