Karat ist nicht gleich Karat

Abbildung des Diamanten «Lesotho Legend»

Karat ist nicht gleich Karat

«Pink Star», «Lesedi La Rona» oder «Lesotho Legend» – hinter diesen Namen verbergen sich kostbare Diamanten, welche in der jüngsten Vergangenheit für Schlagzeilen sorgten. Der Rohdiamant «Lesotho Legend» zum Beispiel wurde 2017 gefunden und für 40 Millionen US-Dollar verkauft.

Der Fund war – wortwörtlich – ein aussergewöhnlich hochkarätiger. Denn «Lesotho Legend» wog 910 Karat. Karat ist eine Masseinheit, um das Gewicht von Edelsteinen zu bestimmen. Ein Karat entspricht 0.2 Gramm. «Lesotho Legend» brachte umgerechnet also 180 Gramm auf die Wage. 

Die Ursprünge des Wortes Karat reichen bis in die Antike zurück und führen zu einer Pflanze namens Ceratonia siliqua. Man kennt letztere auch als Johannisbrotbaum. Seine Samen sollen lange als Gewichtseinheiten zum Wägen gedient haben. 

Es gibt jedoch nicht nur Karat im Bereich von Edelsteinen. Es gibt eine gleichnamige Masseinheit, um die Reinheit von Gold zu bestimmen. Genau wie beim metrischen Karat lautet die Devise: Je höher die Zahl, desto höher der Wert. 

Reines Gold hat 24 Karat. Wenn jedoch beispielsweise von Goldschmuck die Rede ist, handelt es sich nie um pures Gold. Dem Edelmetall werden aufgrund seiner Eigenschaften andere Metalle beigemischt, so entsteht eine Legierung. Hat ein Goldring beispielsweise 14 Karat, entfallen 14 von 24 Gewichtsanteilen auf Gold, die verbleibenden 10 auf andere Metalle. 

Foto eines Nebels im Weltall

Der Ursprung des Goldes

Gold fasziniert die Menschheit seit Jahrtausenden. Wie das Edelmetall entsteht, darüber wurde lange spekuliert. Erst vor wenigen Jahren kamen Wissenschaftler der Sache auf die Spur.