Kassieren mit toter Mutter

Foto von gefrorenem Gemüse

Kassieren mit toter Mutter

54-jährig war der Mann, als seine Mutter einen natürlichen Tod starb. Bereits acht Jahre lang kümmerte er sich Vollzeit um seine Mutter und kündigte sogar seine Stelle, um rund um die Uhr für sie da sein zu können.

Als die Nachbarn sowie das Amt für Sozialhilfe schon länger nichts mehr von der alten Dame gehört hatten, wurden sie misstrauisch. Auf wiederholte Anfragen reagierte der Sohn ausweichend und gewährte auch niemandem Zutritt zur Wohnung: Die Mutter wohne zur Zeit bei seiner Tante – ihrer Schwester – war seine Erklärung.

Schliesslich wurde die Polizei eingeschaltet, welche bei einer Hausdurchsuchung ein riesiges Durcheinander in der Wohnung vorfand – ganz so wie es für Messie-Wohnungen typisch ist. Bei der Durchsuchung stiessen die Beamten auch auf eine Tiefkühltruhe, die hinter Kartonschachteln und Matratzen versteckt war.

Die Tür war mit Klebeband fixiert worden, um ein versehentliches Öffnen der Truhe zu verhindern. Darin fand die Polizei die 90-jährige Mutter. Forensische Untersuchungen ergaben, dass sie schon ein halbes Jahr in der Truhe lag.

Der Mann, bei dem auch schon Depressionen diagnostiziert wurden, habe den Tod seiner Mutter nicht verarbeiten können und panisch reagiert. Schicksalsschläge, die nie verarbeitet wurden, können oft zu psychischen Störungen, wie beispielsweise dem Messie-Syndrom, führen.

Nach einem halben Jahr hatte der Mann, der Angst hatte seine Wohnung zu verlieren, gut 7’000 Franken Rente seiner Mutter kassiert. Als er mit seinem Verbrechen konfrontiert wurde gestand er alles und wurde mit einer achtmonatigen Gefängnisstrafe mit anschliessend zwölf Monaten Bewährung bestraft.

Bild von einem Bildschirm, der die Umrisse einer Frau in Neonleuchten zeigt

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