Liebe gesucht, Betrüger gefunden

Bild von einem Bildschirm, der die Umrisse einer Frau in Neonleuchten zeigt

Liebe gesucht, Betrüger gefunden

Es gibt Menschen, die sind auf der Suche nach Zweisamkeit so verbissen, dass sie auch die offensichtlichsten Warnsignale nicht als solche erkennen (wollen). Für Dating-Betrüger*innen sind sie ein gefundenes Fressen.

Bei den meisten Opfern der sogenannten Romance-Scammer handelt es sich um Menschen um die fünfzig, die in Sachen Internet und Dating noch kaum Erfahrungen gesammelt haben. Ihre Gegenüber verhalten sich geschickt – man lernt sich kennen, schreibt sich täglich und versucht schliesslich, sich zu treffen.

Natürlich wird das Treffen dann mehrmals abgesagt. Früher oder später wird ein persönliches Problem geteilt, welches nur durch finanzielle Hilfe zu lösen ist und dem geplanten Treffen im Weg steht.

Obwohl das Eine oder Andere etwas merkwürdig scheint, traut man dem Internet-Schwarm doch kein böses Kalkül zu und wer schonmal verliebt war, weiss: Liebe macht blind. So kommt es in einigen Fällen tatsächlich zu einer Geldüberweisung.

Nach der ersten folgt schon bald die nächste und sollte mal eine verweigert werden, wird versucht, Schuldgefühle auszulösen. Das Lügenrepertoire ist vielfältig. Und oft hinterlässt der Liebeskummer bei den Opfern am Ende grössere Spuren als der Verlust des Geldes.

Eine Summe von 400’000 Franken hat beispielsweise ein Schweizer Senior – im Glauben es zurückzukriegen – für die angebliche Liebste hingeblättert. Nur um kurze Zeit später realisieren zu müssen, dass die Angebetete sowie das Geld wie vom Erdboden verschluckt waren.

Waren es laut dem Bundesamt für Polizei 2015 noch 81 Meldungen zu Romance-Scam, so waren es 2016 deren 140. Man geht von einer riesigen Dunkelziffer aus, da Lust und Scham im Spiel sind und sich die Opfer ungern dazu bekennen – es gilt also aufmerksam zu bleiben.

Collage mit Pfirsich, Taschenrechner, Sparschwein, gefülltem Münzglas

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