Möbel bald vom Mars?

Foto von zwei Menschen im Weltraumanzug vor der Wissenschaftsstation in der Wüste von Utah

Möbel bald vom Mars?

Die Antwort ist einfach: Ja, es macht Sinn. Obwohl es vielleicht etwas merkwürdig klingen mag, schickt der schwedische Möbelhersteller IKEA seine Designer und Designerinnen in die Wüste Utahs in die «Mars Desert Research Station», um die Besiedelung eines neuen Planeten nachzustellen. Aber was soll das bringen?

Wenn es nach dem Leiter des Design-Teams geht, sei es eine verrückte und spassige Erfahrung, während der man drei Tage lang auf engstem Raum und isoliert von der Aussenwelt zurecht kommen müsse. Man könne dadurch einen Sinn dafür entwickeln, was Astronauten während drei Jahren durchstehen müssen.

Die Fragen, die in dieser kurzen Zeit aufgeworfen werden, sollen die Herangehensweise beim Designen positiv beeinflussen. Beispielsweise muss darauf geachtet werden, was Komfort auf wenig Platz überhaupt bedeutet und wie sich Menschen auf engem Raum wohler fühlen können.

Es sind alles Faktoren, die eines Tages helfen sollen, eine mögliche Besiedlung eines fremden Planeten, so gemütlich wie nur möglich zu gestalten. Nicht nur das, auch heute schon, wenn die Mietpreise am Steigen und die Wohnflächen tendenziell am Sinken sind, sollen die neuen Designs aus dem Wenigen das Meiste herausholen.

Wenn es IKEA also schafft, einen ästhetischen Kleiderschrank, für die unpersönliche Kabine auf der Marsstation zu kreieren, so wird es auch möglich sein, die überteuerte Einzimmerwohnung in der Innenstadt für wenig Geld so komfortabel wie nur möglich zu gestalten. Bis 2019 soll gar eine Kollektion von Rund 30 Stücken herausgegeben werden, die vom Weltraum inspiriert ist.

Nicht nur Möbel, sondern auch Städte sollten in Zukunft möglichst so geplant werden, dass aus dem begrenzten Raum ein Maximum herausgeholt wird. Die Bevölkerung der Erde wächst stetig und wir können nicht unbegrenzt Wald roden, um da anstelle unsere Wohnblöcke hinzustellen – wer sollte dann die Rolle der Lunge unserer Erde übernehmen?

Abbildung Hand mit schwarzem Smartphone

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