Nach Kapitalismus kommt Talentismus

Portrait von Klaus Schwab

Nach Kapitalismus kommt Talentismus

Unternehmerischer Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit sind ohne Kapital undenkbar, doch gibt es mittlerweile relevantere Parameter als Geld. Dieser Überzeugung ist jedenfalls Klaus Schwab. Die Welt schwimme heute in Kapital, aber Spezialisten seien Mangelware, hielt der Gründer des World Economic Forum (WEF) 2014 in einem NZZ-Artikel fest. 

Der heute 82-Jährige sprach bereits am WEF 2012 über seine Thesen und die Wichtigkeit von Kreativität und Innovationsfähigkeit. In einem Beitrag auf der WEF-Webseite postuliert Schwab das Ende des Kapitalismus und nennt «Talentismus» als möglichen Nachfolger. Das Kapital weiche nun dem menschlichen Talent.

Schwabs Thesen sind keine völlig neuen. Der Unternehmens- und Strategieberater McKinsey beispielsweise hielt bereits Ende der 1990er-Jahre fest, dass die wichtigste Unternehmensressource in den nächsten 20 Jahren Talente sein würden. Der Titel des Reports hiess «The War for Talent», zu deutsch: Der Krieg um Talente.

Die Formulierung ist kein Zufall, denn das Erreichen solcher Talente ist tatsächlich nicht so einfach und der Konkurrenzkampf unter Unternehmen entsprechend gross. Der Arbeitsmarkt wird zusehends komplexer und Ansprüche der Arbeitnehmenden verändern sich schneller denn je. 

Um sich im Kampf um Talente richtig aufzustellen, passen Unternehmen mitunter ihre Rekrutierungsprozesse an. Es gibt in manchen Unternehmen bereits Abteilungen wie «Talent Management» und «Talent Development», die sich explizit um die Förderung von talentierten Mitarbeitenden kümmern.

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