Neue Währung CO2?

Foto eines Swiss-Fliegers auf der Startbahn

Neue Währung CO2?

Bis 2030 will die Schweiz die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 50 Prozent senken, so sehen es jedenfalls die Ziele im Rahmen des Pariser Klimaabkommens vor. Zu den Treibhausgasen zählen unter anderem Methan, Lachgas und CO2

Wie viel die Regulierung des internationalen Flugverkehrs zur Erreichung der Klimaziele beitragen könnte, wird immer wieder diskutiert. Geht man von der in der Schweiz vertankten Menge von Flugtreibstoffen aus, wurden 2018 knapp 6 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Das entspricht über 12 Prozent unserer CO2-Inlandemissionen.

Die Emissionen pro Kopf werden hierzulande zwar nicht separat erhoben, doch der Bundesrat geht davon aus, dass sie sich jährlich auf etwa 0.8 Tonnen CO2 belaufen. Hinzu kommen 4.5 Tonnen, die wir pro Kopf sonst noch verursachen. Gemäss des Bundesamtes für Umwelt läge der «von der planetaren Belastbarkeitsgrenze ableitbare Schwellenwert» bei 0.6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr und Person.

Um den Flugverkehr respektive die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen zu regulieren, gibt es verschiedene Ansätze. Philippe Thalmann, EPFL-Professor für Umweltökonomie, schlägt ein individuelles CO2-Budget vor. Das System belohnt Wenig-Flieger beziehungsweise geht zulasten von Vielfliegern.

Die Idee: Jede Bürgerin und jeder Bürger hätte ein Guthaben an Kilometern respektive CO2-Emissionen, das jährlich für Flugreisen genutzt werden darf. Wer zusätzliche Kilometer benötigt, muss sich ein Zusatzkontingent kaufen. Wer das Kontingent nicht braucht, kann es verkaufen oder – für die Umwelt natürlich besser – zerstören. 

In der Schweiz gibt es bisher nur für Unternehmen ein Emissionshandelssystem. Grosse treibhausgasintensive Firmen nehmen obligatorisch teil, mittlere können freiwillig mitmachen. Per 01. Januar 2020 wurde das Schweizer Emissionshandelssystem mit jenem der EU verknüpft.  

 

Foto des Hochhauses «Bosco Verticale» in Mailand

Apps für ein nachhaltigeres Leben

Nachhaltiger leben – das schreiben sich derzeit alle auf die Flagge. Aber wie macht man im alltäglichen Leben wirklich einen Unterschied? Beispielsweise mit der Installation einiger Apps – und deren aktiver Nutzung.