Paradiesische Tiefpreisinseln

Bild einer einsamen Insel

Paradiesische Tiefpreisinseln

Inseln sind Sehnsuchtsorte, heile Welten abseits vom Stress der Zivilisation. Manche reiche Menschen kaufen sich eine ganze Insel als Rückzugsort. Und auch sonst ist ein Inselurlaub eine vermeintlich luxuriöse Angelegenheit – oder dann, ganz im Gegenteil, eine wenig romantische All-Inclusive-Show an einem eingezäunten Strand. Wer’s authentisch mag und aufs Portemonnaie achten muss, dem seien folgende Paradiese empfohlen:

Bild von Procida, eine Insel mit farbenfrohen Gebäuden bei Neapel

Procida, Italien

Auf dem Massentourismus-Radar ist die kleine Insel an der italienischen Westküste noch ein blinder Fleck – obwohl dort Kino-Kassenschlager wie «The Talented Mr. Ripley» oder «Il Postino» gedreht wurden. Die kleinste aller Inseln im Golf von Neapel besticht durch das mittelalterliche Kleinstadtidyll des gleichnamigen Hauptorts, farbige Fischerdörfchen, unberührte Strände und versteckte Buchten. Flüge ab Schweiz nach Neapel ab CHF 120 + Bahn / Fähre (ca. CHF 20), Apartments / Hotelzimmer ab CHF 40.  

Bild einer der fünf Buchen von Treasure Beach

Treasure Beach, Jamaika (Karibik)

Im Südwesten von Jamaika liegt Treasure Beach, sozusagen ein Gegenentwurf zum touristischen Montego Bay, welches gegenüber auf der anderen Inselseite liegt. Der Landstreifen besteht aus fünf Buchten, die hauptsächlich von Fischerfamilien bewohnt werden. Der Tourismus ist sanft und einfach. Internationale Hotelketten haben sich bisher nicht niedergelassen. Wer eine Pause vom Strandleben braucht, kann einiges unternehmen in der Umgebung. Zum Beispiel die Produktionsstätte des weltbekannten Appleton Rums besuchen oder mit den lokalen Fischern zum Hummerfischen hinausfahren. Flug ab Schweiz nach Kingston ab CHF 700, Bungalow / Hotel in Treasure Beach ab CHF 40.  

Bild des Vulkanschlot-Überrest «Pico Cão Grande» im Süden der Insel

São Tomé und Principe (Westafrika)

Gerade einmal 13’000 Touristen heisst der Inselstaat im Jahr willkommen. São Tomé und Principe – wie es der Name schon suggeriert – besteht aus zwei Inseln. Sie liegen im Atlantik, ca. 230 Kilometer vor der westafrikanischen Küste. Zum Zeitpunkt der Entdeckung und Inbesitznahme durch portugiesische Seefahrer waren die Inseln unbewohnt. Noch heute handelt es sich um Naturparadiese, die von der modernen Zivilisation weitestgehend verschont geblieben sind. Zudem existiert kein anderer Ort, an dem die Dichte endemischer Arten höher ist – diese Tatsache hat dazu geführt, dass São Tomé und Principe auch als die «Galapagos-Inseln von Afrika» gelten. Die Inseln sind so klein, schön und unberührt, dass eine spezifische Ortsempfehlung bzw. Reiseroute keinen Sinn macht. Flug ab Zürich via Lissabon nach São Tomé und Principe ab CHF 850, Bungalow / Hotel ab CHF 50.

Bild einer Abfahrtstafel mit den Städten Lviv, Mostar und Tirana

Städtetrips im unbekannten Osten

Osteuropa hat wirtschaftlich stark aufgeholt in den letzten 10 Jahren. Städte wie Prag oder Ljubljana schütteln das Image als günstige Reiseziele ab. Wer auf das Budget achten muss, findet aber längst andere Juwelen.