PET-Flaschen geht ein Licht auf

Foto einer PET-Flasche in einem Wellblechdach

PET-Flaschen geht ein Licht auf

1880 patentierte Thomas Edison – nach tausenden von Versuchen – die erste Glühbirne, die länger als nur ein paar Stunden leuchten konnte bevor sie ausbrannte und nicht ganz soviel Energie verbrauchte, wie alle Vorgängermodelle.

Gut 120 Jahre später entdeckte ein brasilianischer Mechaniker, dass er aus einer PET-Flasche, Wasser und einem Löffel Bleichmittel eine simple aber effiziente Lichtquelle herstellen kann. Heute erleuchtet die Selfmade-Glühflasche millionen von Haushalten in Drittweltländern und Ländern die von Naturkatastrophen heimgesucht wurden.

Die Idee kann man ganz einfach umsetzen: Man nehme eine durchsichtige PET-Flasche, fülle circa einen Esslöffel Javelwasser ein – das Bleichmittel verhindert das Entstehen von Algen, die die Lichtdurchlässigkeit behindern – und fülle die Flasche bis zum Rand mit Wasser auf. Danach steckt man sie zur Hälfte durch ein Loch im Dach und versiegelt es – schliesslich will man kein undichtes Dach.

Das Wasser in der Flasche bricht das Sonnenlicht und leuchtet von der Decke eines Wohnzimmers so hell, wie eine normale Glühbirne. Dies jedoch zu einem Bruchteil der Kosten, ohne Elektrizität und ist erst noch sicherer als der Einsatz von Kerzen. Dadurch ist es millionen von Familien weltweit möglich, Arbeiten innerhalb ihrer meist fensterlosen, wellblechbedachten Behausungen zu verrichten – ohne Tageslicht haben sie jedoch ein Problem.

Der philippinische Unternehmer, Illac Diaz, ist dieses Problem angegangen. Mit seiner Organisation «Liter of Light» bringt er Freiwilligen bei, solarbetriebene Lichter herzustellen, damit man auch bei Dunkelheit noch etwas sehen kann. Circa eine halbe Million Solarlichter in über zwölf Ländern hat seine Organisation bereits installiert.

Er bildet Leute aus, die kleine Solarpanels mit alten Batterien verbinden und damit eine LED-Leuchte betreiben. Diese LEDs werden darauf in die PET-Flaschen gesteckt und an improvisierten Laternenmasten befestigt: Schon hat man funktionstüchtige Strassenlampen. An gewissen Orten ist dadurch sogar die Kriminalitätsrate gesunken.

Diaz versteht die Fähigkeit zur Selbsthilfe als Schlüsselfaktor, damit sich Menschen möglichst schnell von Katastrophen erholen können. Denn die steigenden Temperaturen werden auch in Zukunft für gewaltige Unwetter sorgen und so wird es umso wichtiger sein, kosten- und energieeffiziente Hilfsmittel herstellen zu können. Zusätzlich ist es gut für die Moral, die eigene Unabhängigkeit – wenn auch nur ein Stück weit – wahren zu können.

Foto von Kräutergarten auf Balkon

Einfach mal Kresse pflanzen

Wer Salate, Saucen, Pestos und Dips gerne mit frischen Kräutern veredelt, der pflanzt Basilikum, Kresse und Co. am besten selbst an. Kommt eh günstiger als immer wieder büschelweise im Laden kaufen.