Sohn Gottes für 450 Millionen

Ausschnitt vom Gemälde «Salvator Mundi» mit dem Kopf von Jesus Christus

Sohn Gottes für 450 Millionen

«Salvator Mundi» wurde um das Jahr 1500 mit Ölfarben auf Walnussholz gemalt. Es zeigt Jesus Christus in einem für die Renaissance typischen Gewand. Die rechte Hand hält der Heiland zu einer segnenden Geste hoch, in der linken hält er eine Kristallkugel. Das Gemälde ist 66 Zentimeter hoch und 46 Zentimeter breit und damit eher klein. Dabei bestimmt die Grösse einer Malerei mitunter ihren Preis. Und dennoch wurde das Bild vergangenes Jahr für rund 450 Millionen US-Dollar versteigert und ist damit die teuerste je gehandelte Kunstmalerei. Preistreiber waren in diesem Fall die historische Bedeutung, der Seltenheitswert und die Besitzergeschichte des Bildes. Vom Jahrtausend-Genie Leonardo da Vinci sind nur wenige Originale erhalten, welche zudem kaum einmal auf den Markt kommen. Bevor das Departement für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi das Werk zu einem Rekordpreis erwarb, gehörte es früher französischen und englischen Königen.

Gerahmtes Bild vom Gemälde «Salvator Mundi».
Goldene Welt

Der Jesuspfennig und die Illusion von Reichtum

Was nach einer historischen Münze von unschätzbarem Wert klingt, ist in Wahrheit ein Gedankenexperiment aus dem 18. Jahrhundert mit einem unfassbaren Ergebnis.