Sonntagszopf

Bild eines Butterzopfs

Sonntagszopf

Wo der Sonntagszopf seinen Ursprung hat, ist schwierig herzuleiten. Nichtsdestotrotz scheint er – zumindest in der Form wie er in der Schweiz genossen wird – eine Schweizer Kreation zu sein. Bei den Deutschen und den Österreichern gibt es den Zopf auch, er wird jedoch in gesüsster Variation und mit Rosinen gegessen.

Laut einem Schweizer Volkskunde Magazin von 1967 taucht das Berner Wort für Zopf – also «Züpfe» – bereits 1470 das erste Mal auf. Ab 1530 wurde der Zopf durch Berner Bäcker in der Schweiz verbreitet, durfte aber bis 1629 jeweils nur am Thomastag und an Neujahr gebacken werden.

Die Frage, weshalb der Zopf geflochten ist, wurde nie ganz geklärt. Eine Theorie lautet beispielsweise, dass Ehefrauen in der Antike ihren verstorbenen Ehemännern ins Grab folgen mussten. Später habe man dann nur noch den Haarzopf der Wittwe ins Grab gelegt. Und zu guter Letzt sei dieser mit einem Zopf aus Brot ersetzt worden.

 

Zutaten:

500g Zopf- oder Weissmehl
0.75 EL Salz
20g Hefe
1 TL Zucker
60g weiche Butter
3 dl lauwarme Milch
1 Eigelb
1 EL Milch

 

Zubereitung:

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefe darüber bröckeln und mit Zucker, Butter und Milch zu einem Teig verrühren bzw. auf einer Unterlage verkneten. Den Teig wieder in die Schüssel geben, mit einem feuchten Tuch abdecken und für 1.5 Stunden gehen lassen. Danach den Teig zum Zopf flechten und Eigelb mit der Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Den Zopf für circa 35 Minuten bei 200° C in den vorgeheizten Backofen.

Wer nicht weiss, wie man anständig flechtet, findet hier Hilfe:

Hier ist ein ergänzendes Video von einer externen Quelle eingebettet.

Nun zum Geheimtipp: Wer nicht auf den Schönheitsschlaf verzichten will, bereitet das Ganze am Tag zuvor vor und bäckt den Zopf zehn Minuten weniger lang. Den «angebackenen» Zopf abkühlen lassen und in ein Küchentuch wickeln. Am Sonntag kann der Zopf dann nochmals bei 200° C für 10 Minuten in den Ofen und ofenfrisch verspiesen werden.

Bild eines Kurkuma-Baguette

Ein PostFinance-Baguette?!

Natürlich stammt das Rezept nicht aus unserer Backstube, nichtsdestotrotz tragen die Baguettes die selbe Farbe, sind unkompliziert und lecker obendrauf. Uns gefallen und schmecken sie!