Städtetrips im unbekannten Osten

Bild einer Abfahrtstafel mit den Städten Lviv, Mostar und Tirana

Städtetrips im unbekannten Osten

Der Osten von Europa mag nicht mehr vom «Eisernen Vorhang» abgeschottet sein, eine unsichtbare Hürde scheint es aber dennoch zu geben – zumindest für jüngere Reisende aus dem Westen. Dabei trumpfen die historischen Städte mit einer reichen Kultur und einem unvergleichlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Foto der Dächer von Lviv aus der Vogelperspektive

Lviv
In der Ukraine, zwei Autostunden von der ungarischen bzw. polnischen Grenze entfernt, liegt Lviv. Zu Zeiten Österreich-Ungarns war Lemberg, wie die Stadt damals hiess, die fünftgrösste Stadt und das östlichste Handelszentrum der Doppelmonarchie. Sie wurde kulturell von Polen, Ruthenen (Ukrainern), Juden, Armeniern und Italienern geprägt. Die gemütliche Stadt erinnert architektonisch an eine kleinere, nicht-herausgeputzte Version von Prag. Ein reichhaltiges, mehrgängiges Abendessen mit allem Drum und Dran, zum Beispiel im legendären Künstlerkaffee Atlas am Hauptplatz, kostet rund 10 Franken. Etwas aufwändiger ist die Anreise: Ab der Schweiz fliegt man nach Krakau (easyJet) und von dort via Luftweg oder mit dem Bus (Flixbus ab 16 Franken) weiter.

Panorama von Tirana

Tirana
Tirana ist das kulturelle und politische Zentrum Albaniens. Lange Zeit galt die Stadt als touristische No-Go-Area. Die bis 1991 andauernde kommunistische Ära hatte die Infrastruktur und den Dienstleistungssektor der Stadt marodisiert, davon hat sich Tirana erst in den letzten Jahren erholt. Die neugierige Gastfreundlichkeit der Einwohner, die noch wenig Touristen zu sehen bekommen, die farbige Architektur, die Minarette und eine osmanisch geprägte Kaffeekultur mit entsprechenden Kaffeehäusern verleihen der Stadt einen mediterran-orientalischen Charme. Hotelzimmer auf Vier-Sterne-Niveau sind bereits ab 40 Franken pro Nacht erhältlich. Flüge sind von mehreren Schweizer Flughäfen aus ab 100 Franken pro Weg zu haben.

Foto der Brücke Stari Most, dem Wahrzeichen von Mostar

Mostar
Die bosnisch-herzegowinische Stadt entnimmt ihren Namen einer Flussbrücke, die bis heute symbolisches Zentrum von Mostar ist und früher ein strategisches Nadelöhr für den Handel über den Balkan war. Im Jugoslawien-Krieg der 1990er-Jahre wurde sie gesprengt und erlangte dadurch traurige Berühmtheit. Heute steht die Brücke wieder und verbindet den östlichen und westlichen Stadtteil. Die historische Stadt wird von Bosniern, Kroaten und einer serbischen Minderheit bewohnt, entsprechend vielseitig und reich ist das Stadtleben. Eine Reise ist besonders im Frühling / Sommer zu empfehlen, wenn man im Fluss baden und die umliegende Landschaft – dazu gehören viele Weinbaugebiete – mit dem Fahrrad oder zu Fuss auskundschaften kann. PS: Ein Cappuccino kostet in einem der Terrassenrestaurants am Fluss gerade einmal 1.30 Franken. Ab der Schweiz fliegt man nach Sarajevo, in die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas. Ab Sarajevo empfiehlt sich eine Weiterreise per Zug – die Strecke soll malerisch schön sein.

Bild der Familie Ball. V.l.n.r: LaMelo, Lonzo, LaVar und LiAngelo

Geschäftsidee: Profi-Basketballer züchten

Der Amerikaner LaVar Ball hat drei Söhne. Dass sie alle um die zwei Meter gross sind, ist kein Zufall. Und auch der Rest seines Plans scheint allmählich aufzugehen.