Sternschnuppen auf Bestellung

Sternenhimmel mit einigen Sternschnuppen

Sternschnuppen auf Bestellung

Ein durchschnittlicher Mitteleuropäer sieht pro Tag rund vier Stunden in einen Bildschirm – die Arbeitszeit am Computer nicht mitgezählt. Etwa drei Viertel dieser Zeit unterhalten wir uns mit dem Smartphone, der Rest teilt sich auf Laptop, Tablet und Fernseher auf. Die direkte Umwelt beziehungsweise Natur betrachten wir immer weniger.

Begünstigt wird dieser Trend dadurch, dass die Licht- und Luftverschmutzung in dicht besiedelten Gebieten – mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten – den Blick auf Naturkulisse und Naturphänomene komplett verstellen oder zumindest stark einschränken. Wer zum Beispiel Sterne sehen will, muss dafür aus der Stadt – oder gar auf einen Berg.  

Nun will eine japanische Astronomin den Sternenhimmel in die Stadt zurückholen. 2011 hat Lena Okajima ihr Unternehmen Ale Co. gegründet. Die Geschäftsidee: Künstlich Sternschnuppen erzeugen und kalkuliert und choreographiert durch die Himmelssphäre schiessen. Kunden könnten Stadtfeste, Sportevents und Superreiche sein.

Und so funktioniert’s: Ein Mini-Satellit kreist 500 Kilometer über der Erde. Beladen ist er mit 300 Pellets, jedes so gross wie eine handelsübliche Spielmurmel. Wird ein Pellet abgeworfen, fällt es Richtung Erde und fängt an zu verglühen sobald es in die Atmosphäre eintritt. So entsteht für bis zu drei Sekunden die Illusion einer Sternschnuppe. Kosten: gut 8’000.– Franken pro künstlichen Meteor.

2019 möchte das Unternehmen mit der «Weltraum-Show» an den Markt gehen. Kunden sind namentlich bisher keine bekannt. Kooperationspartner ist immerhin Japan Airlines – die Fluggesellschaft bietet Flüge an, die einen noch näher an das spektakuläre Schauspiel bringen sollen. Und Okajima hofft, den Zuschlag für die Eröffnungs- oder Abschlussshow der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo zu kriegen. Das wäre ein Werbefenster ohnegleichen.

Bild des kalabrischen Dorfes Morano

Doppelt soviel Umsatz wie McDonald’s

Laut offiziellen Rankings gehört McDondald’s zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Ein italienisches «Traditionsunternehmen» setzt das zweifache pro Jahr um – bleibt auf der Weltrangliste aber unerwähnt.