Unsichtbarer Velohelm

Abbildung Frau mit geschlossenem schwarzem Hövding neben Velo

Unsichtbarer Velohelm

Wieso ist ein unter Umständen lebensrettendes Objekt nur auf jedem zweiten Schweizer Kopf zu finden? Vermutlich hauptsächlich aus ästhetischen Gründen. Ein Velohelm ist nichts sonderlich Attraktives.

Das muss auch anders gehen, dachten sich Anna Haupt und Terese Alstin. Die schwedischen Designerinnen haben sich im Rahmen ihrer Master-Arbeit mit dem Design von Velohelmen beschäftigt und sich zum Ziel gesetzt, ein Modell zu entwickeln, das man freiwillig gerne trägt.

Entstanden ist der Airbag-Helm Hövding. Dank diversen Preisen blieb es nicht bei der Idee auf Papier. 2006 gewannen Haupt und Alstin mit ihrem revolutionären Modell unter anderem den Venture Cup Sweden. Mit dem Preisgeld gründeten sie die Hövding Sweden AB. Insgesamt starteten die Designerinnen mit 13 Millionen US-Dollar Risikokapital.

Bis 2015 wurden in Europa über 12’000 Hövding-Helme verkauft. Im ersten Quartal 2016 erwirtschaftete die Firma rund 740’000 US-Dollar Umsatz. Mittlerweile beschäftigt Hövding über 20 Mitarbeitende und wird weltweit von über 600 Händlern vertrieben.

Ein Hövding kostet mit ungefähr 350 Schweizer Franken wesentlich mehr als herkömmliche Modelle. Der Preis rührt aber nicht nur vom neuartigen Design. Der Hövding soll auch besser schützen als andere Velohelme

Hier ist ein ergänzendes Video von einer externen Quelle eingebettet.
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