Verschwendeter Strom?

Foto von einem Laufband

Verschwendeter Strom?

Man stelle sich mal vor, man könnte im Fitnesszentrum mehr als nur Schweiss und Muskeln produzieren. Ein neuartiges Laufband, soll dies nun möglich machen, indem es die kinetische Energie der Läufer*innen gleich in Strom umwandelt, das auch gleich einen Teil des Stromverbrauchs des Fitnesszentrums decken könnte.

Bis zu 200 Watt Strom sollen innerhalb einer Stunde durch so ein Laufband gewonnen werden können. Dies geschieht durch Energiewandler, die sich auch in Windkraft- und Solaranlagen finden lassen. Dabei wird die aus der kinetischen Energie gewonnene elektrische Energie – auch Gleichstrom genannt – gesammelt und in Wechselstrom umgewandelt, der dann wiederum ins Stromnetz eingespeist werden kann.

200 Watt pro Stunde – also 0.2 Kilowattstunden (kWh) – kosten in der Schweiz nje nach Region und Tarif zwischen 2 und 8 Rappen. Damit lassen sich eine 6-Watt LED-Lampe für gut 33 Stunden betreiben oder ein Smartphone 23 Mal ganz aufladen.

Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) verbrauchte die Schweiz 2015 pro Person ungefähr 7’000 kWh. Das wären pro Tag knapp 20 kWh im Wert von ungefähr 2 bis 8 Franken. Um diesen Stromverbrauch mit Eigenenergie zu decken, müssten 100 Menschen pro Tag eine Stunde auf dem Laufband verbringen.

An gewissen Standorten wird tatsächlich schon mit diesen Stromgeneratoren gearbeitet und hat die sogenannte grüne Fitnesswelle ins Rollen gebracht. Bis die Menschen ihren eigenen Stromverbrauch einfach mit einem Aufenthalt im Fitnesszentrum kompensieren können, müsste der Mensch entweder viel weniger Strom verbrauchen, oder die Laufbänder in einer Stunde mindestens 0.82 kW produzieren können. Bis eines von beidem möglich ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

Bild der Nationalflagge von Trash Isles

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