Vom Strassendealer zum Milliardär

Portrait von Jay-Z

Vom Strassendealer zum Milliardär

Jay-Z, geboren als Shawn Carter, scheffelte nicht immer auf legalem Weg Geld. Bevor er als Rapper durchstartete, bestritt der Amerikaner seinen Lebensunterhalt als Drogendealer. 1996 veröffentlichte Jay-Z sein Debütalbum Reasonable Doubt, unzählige weitere sind gefolgt. Das Album The Blueprint wurde sogar in das «National Recording Registry» der USA aufgenommen, ein Verzeichnis von Tondokumenten mit besonderer kultureller, historischer oder ästhetischer Relevanz.

Ganze 22 mal räumte Jay-Z für sein musikalisches Schaffen einen Grammy ab, so viele wie kein anderer Rapper vor ihm. Auch mit seinem Vermögen steht er im Rap-Business derzeit auf dem Siegertreppchen: 1 Milliarde US-Dollar ist der 49-Jährige heute schwer. Sein Musikkatalog macht davon mit einem Wert von 75 Millionen US-Dollar bloss einen Bruchteil aus.  

Tatsächlich verdient Beyoncés Ehemann in unzähligen Geschäftsfeldern ausserhalb des Musikbereichs seine Brötchen. 1999 etwa lancierte Jay-Z die Kleiderlinie Rocawear, 2007 verkaufte er die Firma für 204 Millionen US-Dollar weiter. Er designte Schuhe für Reebok, schloss millionenschwere Werbedeals mit Brands wie Samsung und kollaboriert neuerdings mit Puma.

2005 eröffnete Jay-Z den 40/40 Club, eine Edel-Sportbar in New York. Zudem ist er mit 310 Millionen US-Dollar am Champagner-Brand Armand de Brignac beteiligt. Jay-Z gehört ebenfalls ein Teil des Unternehmens d’Ussé-Cognac. Vor Kurzem investierte der einstige Strassendealer in Impossible Foods, eine Firma, die sich pflanzlichen Fleischalternativen verschrieben hat. Uber profitierte ebenfalls von Jay-Zs Investmentfreude. 70 Millionen US-Dollar steckte er in das Dienstleistungsunternehmen.

Der Künstler investiert aber nicht nur, um sein eigenes Konto zu polstern. 2003 gründete er die Shawn Carter Foundation, um wirtschaftlich benachteiligte Jugendliche auf ihrem Ausbildungsweg zu unterstützen. Mit seinem Team Roc hilft Jay-Z Menschen, deren Bürgerrechte verletzt wurden und unter sozialer Ungerechtigkeit leiden. Und erst vor wenigen Monaten hat sich der Milliardär mit Rapper Meek Mill zusammengeschlossen und die REFORM Alliance gegründet, um sich für eine Strafrechtsreform einzusetzen.

Foto von Dr. Dre alias Andre Young

Mit Beats zum Nicht-Ganz-Milliardär

2017 könnte das Jahr des ersten Hip-Hop-Milliardärs werden. Dabei war er 2014 schon einmal angekündigt. Damals stand Rapper und Produzent Dr. Dre zur Diskussion.