Warum wir reisen

Flugreisende mit Masken in einer Abflughalle

Warum wir reisen

Corona legt den Tourismus zurzeit über weite Strecken lahm. Warum reisen die Menschen überhaupt? Seit wann ist Tourismus ein Ding? Und wie geht es weiter?
 

Werden wir je wieder reisen, wie wir es vor Corona getan haben? Die globale Pandemie hat den Tourismus über weite Strecken lahmgelegt. Swiss hat das Geschäftsjahr 2020 mit tiefroten Zahlen abgeschlossen: mit einem Verlust von 654 Millionen Franken. Zudem muss die Airline 2021 weitere 500 Stellen abbauen, wie der neue CEO Dieter Vranckx bekanntgab. Auch der Hotellerie geht es schlecht. Der Branchenverband rechnet mit zahlreichen Konkursen. Reisen gehörte bis zum Ausbruch von Covid-19 zum Alltag in der westlichen Welt. Dazu beigetragen hat der rapide Preisfall für Flugreisen. Gereist wird aber nicht erst seit dem Strukturwandel in der Tourismusbranche, der in den 1990er Jahren einsetzte. Schon im Mittelalter nahmen die Menschen oft sehr strapaziöse Reisen auf sich – meist aus religiösen oder wirtschaftlichen Gründen. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts entdeckte der Adel und andere Gutbetuchte das Reisen für sich. Auf sogenannten Bildungsreisen erkundeten sie die Kulturen anderer Länder. Im 19. Jahrhundert etablierte sich die Luxusreise, worauf der Tourismus, wie man ihn heute kennt, basiert. Auch fand zu jener Zeit der Massentourismus seine Anfänge: So hat etwa der Tourismus-Pionier Thomas Cook 1861 die erste Pauschalreise organisiert. Dass sich an der sich daraus entwickelten Reiseindustrie etwas ändern muss, war schon vor Corona klar. Die Branche stand etwa bezüglich den verursachten Klimafolgen oder Schlagworten wie Overtourism in der Kritik. Das Verlangen nach bewussterem und nachhaltigerem Reisen wurde durch die globale Pandemie beschleunigt. So soll der Tourismus in Zukunft nachhaltiger, solidarischer, sozialer und regionaler werden.
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