Was kostet eigentlich die Feuerwehr?

Mosaik mit einem Feuerlöscher Emoji

Was kostet eigentlich die Feuerwehr?

Die Feuerwehr gehört wie die Polizei und Sanität zu den sogenannten Ersteinsatzelementen. In städtischen Gebieten muss sie innerhalb von zehn Minuten am Ort des Geschehens eintreffen, in dünner besiedelten Regionen innerhalb von 15 Minuten. 2018 gab es in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 1247 Feuerwehrorganisationen.

Solche Organisationen kommen bei diversen Schadenereignissen zum Einsatz – stets mit dem Ziel, Personen, Tiere und Sachwerte zu retten. 2018 sind die Schweizer und Liechtensteiner Feuerwehrorganisationen rund 77’000 mal ausgerückt. 13’187 Einsätze entfielen auf die Kategorie Brandbekämpfung, was einem Anteil von 17% entspricht. 

Die weiteren Einsätze betrafen unter anderem Elementarereignisse wie Erdbeben und Hochwasser. 2018 musste die Feuerwehr aufgrund solcher Ereignisse 11'816 Einsätze leisten. Sogenannte technische Hilfeleistungen gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Feuerwehrorganisationen. Dazu zählt auch die Tierrettung.

Das Feuerwehrwesen ist auf kantonaler Ebene geregelt. Jeder Kanton legt für sich fest, welche Dienstleistungen wie viel kosten und wer in welchen Fällen für die Kostenfolge aufkommen muss. Es gibt in der Schweiz entsprechend 26 verschiedene Feuerwehrgesetze und auch unterschiedliche Organisationsstrukturen.

In der Regel wird die Verursacherin oder der Verursacher des Feuerwehr-Einsatzes nur zur Kasse gebeten, wenn das Schadenereignis durch eine vorsätzliche und rechtswidrige Handlung oder Unterlassung verursacht wurde. Ansonsten zählen die Einsätze zum Kernaufgabengebiet der Feuerwehr und werden meist von der kantonalen Gebäudeversicherung gedeckt.

Im Kanton Luzern beispielsweise kostet der Einsatz eines Feuerwehrmannes oder einer -frau zwischen 60 und 80 Franken pro Stunde. Hinzu kommen je nach Schadenereignis weitere Kostenfaktoren wie Fahrzeuge und Geräte. Ist etwa die Verwendung eines Sprungpolsters notwendig, schlägt dies mit 250 Franken zu Buche.

Etwas speziell liegt der Fall, wenn es um die Entfernung eines Bienennestes, die Wespenbekämpfung oder eine Katzenrettung geht. Diese Ereignisse sind zwar nicht durch den Menschen verursacht, müssen aber von den alarmierenden Personen getragen werden. Im Kanton St. Gallen zum Beispiel kostet das Entfernen eines Bienen- oder Wespenstocks zwischen 100 und 150 Franken.

Bild des Fotografen Ronaldo Schemidt, ausgerüstet mit Helm, Schutzmaske und Kamera.

Bilder, die sich einbrennen

Seit 1955 kürt die World Press Photo Foundation jährlich das beste Pressefoto. Dabei sind Ruhm und Ehre, die mit der Auszeichnung einhergehen, wertvoller, als das Preisgeld.