Was kostet eigentlich ein Kampfjet?

Mosaik mit einem Kampfjet-Emoji

Was kostet eigentlich ein Kampfjet?

Die Schweizer Luftwaffe ist in die Jahre gekommen oder kommt demnächst in die Jahre. Sie verfügt über Insgesamt 56 Kampfjets, davon 30 Flieger des Typs F/A-18 und 26 sogenannte Tiger. Die F/A-18 erreichen 2030 das Ende ihrer Nutzungsdauer, die Tiger-Jets sind seit 1976 im Einsatz und nur noch unter bestimmten Verhältnissen einsetzbar. 

Aus diesem Grund will der Bundesrat bis 2030 neue Kampfflugzeuge im Wert von 6 Milliarden Franken anschaffen. Im Juni 2019 hat er dem Parlament einen entsprechenden Planungsbeschluss weitergereicht. Diesen verabschiedete das Parlament im darauffolgenden Dezember.

Die Armee respektive die Luftwaffe nimmt mit Kampfflugzeugen und bodengestützter Luftverteidigung diverse Aufgaben wahr. Dazu gehören der Luftpolizeidienst, Konferenzschutz und Schutz des Luftraums in einer anhaltenden Situation erhöhter Spannungen. 

Aktuell prüft der Bund, welche Flugzeugtypen für die Schweizer Armee in Frage kommen. Die zweite Offertenrunde ist im Gang, die Entscheidung soll im Frühjahr 2021 fallen. Im Rennen sind noch vier verschiedene Modelle: Eurofighter von Airbus aus Deutschland, F/A-18 Super Hornet von Boeing aus den USA, F-35A von Lockheed-Martin ebenfalls aus den USA und Rafale von Dassault aus Frankreich.

Wie viele Flugzeuge für den Betrag von 6 Milliarden Franken angeschafft werden könnten, ist unklar. Denn der Kaufpreis variiert unter anderem je nach gewünschter Ausstattung. Das Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport geht im Durchschnitt von 200 Millionen Franken pro Kampfjet aus. 

Nebst des sogenannten Systempreises, der auch die gesamte Bewaffnung und Logistik beinhaltet, fallen später Betriebs- und Unterhaltskosten an. «Als Faustregel dürften bei den neuen Kampfflugzeugen die über 30 Jahre aufgerechneten Betriebskosten etwa doppelt so hoch ausfallen, wie die Beschaffungsausgaben.», schreibt das VBS auf seiner Webseite.

Ob das Vorhaben namens «Air20230» tatsächlich zum Fliegen kommt und die Armee neue Kampfjets anschaffen kann, entscheidet das Volk im September. 

Abbildung Kriegsschiff

Führen Währungskriege zu «echtem» Krieg?

Die meisten Kriege sind heutzutage unsichtbar. Ein viel diskutiertes Beispiel dafür sind Sabotageangriffe im Cyperspace. Weniger prominent, aber vielleicht umso gefährlicher, sind sogenannte Währungskriege.