Was kostet eigentlich eine Album-Produktion?

Collage mit Schallplatte, Taschenrechner, Sparschwein, gefülltem Münzglas, Zehnernote

Was kostet eigentlich eine Album-Produktion?

Die Digitalisierung krempelt das Musik-Business seit Jahren grundlegend um. Das betrifft auch die Art und Weise, wie wir uns mit Musik auseinandersetzen: Konsumentinnen und Konsumenten neigen eher dazu, sich einzelne Titel als ein Album in voller Länge anzuhören. Streaming-Plattformen machen den Kauf eines physischen Tonträgers überflüssig, die Bereitschaft, sich mit einem Künstler über mehrere Tracks auseinanderzusetzen, sinkt. Der nächste Lieblingstrack ist schliesslich nur einen Klick entfernt.

Nichtsdestotrotz produzieren Künstlerinnen und Künstler nach wie vor Alben in voller Länge. Spotify, Tidal, Apple Music und Co. zeigen allerdings auch auf Musikerseite ihre Auswirkungen. Oft veröffentlichen Artists ihre Tracks nur noch digital und verzichten auf physische Tonträger. Das bedeutet einerseits weniger Einnahmen, denn ein Musikstream wirft längst nicht so viel ab ein wie eine verkaufte CD. Andrerseits reduziert ein rein digitaler Release die Kosten, da die Herstellung von CDs und/oder Platten wegfällt.

Die Kosten für ein professionell produziertes Album setzen sich aus mehreren Posten zusammen und die Höhe der einzelnen Posten wiederum hängt von der Ausgangslage ab. Hat ein Künstler zum Beispiel alle Songs geschrieben, spielt aber kein Instrument, müssen Musikerinnen und Musiker engagiert werden. Ebenso variiert je nach Genre/Vision/Konzept das benötigte technische Equipment und damit natürlich der finanzielle Aufwand. Und wie erwähnt, fallen gegebenenfalls Kosten für die Pressung eines physischen Tonträgers an.

Oliver Rosa, der die Swiss Music Awards mitorganisiert, schätzt, dass hierzulande knapp ein Dutzend Künstler von ihrer Musik leben können. Die Kosten für ein professionell produziertes Album überhaupt zu decken, verlangt also Kreativität. Immer mehr Acts hoffen auf Crowdfunding. Die Basler Band The bianca Story etwa hat einen ihrer Releases auf diesem Weg finanziert und legte im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne sämtliche Kosten der Album-Produktion offen: 90’000 Euro inklusive Marketing.

Roman Camenzind der Schweizer Musikproduktionsfirma HitMill schlägt in dieselbe Kostenkerbe. Gemäss Camenzind belaufen sich die Ausgaben für ein Album – Aufnahmen, Gestaltung sowie Promotion – auf etwa 100’000 Franken. Verglichen mit dem internationalen Markt geradezu Peanuts: Rihanna beispielsweise drückte alleine für das Komponieren von «Loud» 200’000 US-Dollar ab.

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