Was kostet eigentlich eine Haustier-Klonung?

Collage mit Chihuaua, Taschenrechner, Sparschwein, gefülltem Münzglas, Zehnernote

Was kostet eigentlich eine Haustier-Klonung?

Es gibt Celebrities, die leisten sich Sportwagen, mehrere Ferienhäuser oder gar eine Yacht. Und dann gibt es Prominente wie die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Barbara Streisand: Sie hat es sich geleistet, ihren geliebten Baumwollhund namens Samantha, der 2017 starb, zu klonen – nun hat sie zwei neue und identische Hunde mit den Namen Miss Violet und Miss Scarlett.

Wissenschaftler*innen klonen Tiere nun schon seit Jahrzehnten – 1996 gelang es das erste Mal erfolgreich mit dem Schaf Dolly. Warum also sollte man diese Möglichkeit nicht einfach dazu nutzen, das geliebte Haustier immer wieder zu klonen, so, dass es einen bis zum eigenen Tod begleiten kann?

In Korea stellte die Universität von Seoul das Hundeklonen 2005 zum ersten mal vor – der erste geklonte Hund, ein Afghanischer Windhund, wurde zehnjährig. Seither wurde daraus ein Geschäft und eine koreanische Firma zum Marktführer und zur Anlaufstelle für diejenigen, die noch nicht bereit sind, Adieu zu sagen.

Wer nicht loslassen kann, muss dafür allerdings tief in die Tasche greifen. Das Unternehmen verlangt für einen Hund rund 100’000 US-Dollar. Katzen kosten nur einen Viertel davon, also 25’000 US-Dollar. Doch in den Markt kommt Bewegung: Eine amerikanische Konkurrenzfirma mit Sitz in Texas verlangt nun die Hälfte für den Klonprozess.

Dabei wird die DNA des Haustieres entnommen und mit einem Spenderei zusammengeführt. Später wird das befruchtete Ei einer Leihmutter zum Austragen implantiert. Da sich nicht aus jedem Ei erfolgreich ein Embryo entwickelt, werden gleich mehrere implantiert, was bei der Geburt wiederum zu mehreren identischen Haustieren führen kann.

Das Wort «identisch» ist hier indes mit Vorsicht zu geniessen: Obwohl es sich um dasselbe Genmaterial handelt, heisst das noch lange nicht, dass es sich über die Zeit gleich entwickelt. Will heissen: Während der Klon vom männlichen Schäferhund namens «Fido» ebenfalls ein männlicher Schäferhund ist, kann das Fellmuster von «Fido II» ein anderes sein.

Grund dafür ist, dass die gleichen Gene bei verschiedenen Individuen anders agieren können – je nach äusseren Einflüssen. Gleiche DNA heisst also nicht automatisch gleiche Merkmale. Dasselbe gilt für das Wesen des Haustieres: Was ein Welpe erlebt, formt seinen Hunde-Charakter. «Fido II» ist also unter Umständen nicht so kuschelfreudig wie «Fido» es war.

Für einen Klon, der vielleicht nur teilweise an das Original herankommt, sind 50’000 US-Dollar ein stolze Summe. Wenn man dazu bedenkt, dass alleine 2016 knapp 18’000 Haustiere in Schweizer Tierheimen des Schweizer Tierschutz STS abgegeben wurden und davon erst 67% ein neues Zuhause gefunden haben, erscheint es schlicht günstiger und nicht zuletzt tierfreundlicher, Tiere aus Tierheimen zu adoptieren.

Collage Doge im Weltraum

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