Was kostet eigentlich eine Internetadresse?

Collage von «.com», Taschenrechner, Sparschwein, gefülltem Münzglas und Portemonnaie

Was kostet eigentlich eine Internetadresse?

Über 325 Millionen Domain-Namen wurden bis heute weltweit registriert. Die jährliche Gebühr für eine Adresse kostet in der Regel ein paar Franken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels kostet eine .com-Adresse bei GoDaddy, dem mit Abstand grössten Registrar im Internet, 99 Rappen pro Jahr. Aktionspreis.

Die Internet-Statistikplattform Statista schätzt dass der weltweite Umsatz im Internethandel im 2017 rund 1.2 Billionen Franken betragen wird. Im 2021 sollen es dann schon 1.9 Billionen sein. Man muss sich das Internet als einen lauten Marktplatz vorstellen – mit endlos Konkurrenz und sonstiger Ablenkung.

Ein Domainname, der das Kundenbedürfnis beim Namen nennt, kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten. Obwohl Amazon letztes Jahr Google als Shopping-Suchplattform überholt hat, beginnen immer noch 35 Prozent der Kaufwilligen ihre Tour beim Suchmaschinen-Giganten mit den bunten Buchstaben.

So kann es kaum wundern, dass manch ein Unternehmen bereit ist, Millionen für eine langfristig potente Webadresse zu bezahlen. Ein Beispiel: insurance.com wurde 2010 von der Internetmarketingfirma QuinStreet für über 35 Millionen US-Dollar gekauft.

Unter der Adresse betreibt das Unternehmen seither eine Vergleichsplattform für Versicherungspolicen à la comparis.ch. Über die Website wurden bis dato über eine Million Fahrzeuge versichert. Die Provisionen aus diesen Versicherungsabschlüssen werden die Investition in den teuren Domainnamen längst wettgemacht haben.

Die bisher am höchsten gehandelte Domain ist lasvegas.com. Die Stadtvermarktung der weltberühmten Spielcasino- und Entertainment-Oase in der Wüste von Nevada bezahlt für die Ablösung der Adresse bis 2040 ganze 90 Millionen US-Dollar in Raten.

Abbildung Lottokugeln

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