Was machen wir mit dem Mond?

Erdaufgang

Was machen wir mit dem Mond?

Es war ein historischer Moment, als 1969 mit den amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin zum ersten Mal Menschen den Mond betraten. Die damaligen Missionen waren vor allem politisch motiviert. Man nennt das Raumfahrt-Wetteifern der USA und damaligen Sowjetunion auch «Wettlauf ins All». 

Die heutigen Versuche, den Mond zu erkunden, haben keinen so starken politischen Charakter mehr. Vielmehr geht es um die Kommerzialisierung des Erdtrabanten. Gerade mit der Entdeckung von gefrorenen Wasserressourcen vor gut zehn Jahren, ergeben sich neue Möglichkeiten, Geld am Mond zu verdienen.

Auf den Mond und zurück zu fliegen, benötigt viel Treibstoff und damit Geld. Könnte man das Wasser auf dem Mond zur Herstellung von Treibstoff einsetzen und eine lunare Tankstelle bauen, würde das die Kosten erheblich senken. Ebenfalls wären billigere Flüge zum Mars denkbar, wenn Raketen auf dem Mond zwischenlanden und tanken könnten. 

Der Raumfahrtingenieur George Sowers geht davon aus, dass man auf dem Mond 1 Kilogramm Treibstoff für 500 US-Dollar produzieren könnte – ein Transport derselben Menge Treibstoff von der Erde zum Mond kostet 4000 US-Dollar. 

Nicht nur das lunare Wasser weckt das Interesse von Regierungen und Forschern. Auch das auf dem Mond vermutete Helium-3 könnte lukrativ sein, denn das Gas eignet sich als Brennstoff für Kernreaktoren. Eine Million Tonnen sollen auf dem Erdtrabanten vorkommen. Mit nur 40 Tonnen könnte man den Energiebedarf der USA für ein Jahr decken.

Es stehen noch viele Konjunktive im Raum, wenn es um die Möglichkeiten geht, mit dem Mond Geld zu verdienen. Trotzdem geht Piero Messina von der Europäischen Weltraumorganisation davon aus, dass ein Industrie-Ökosystem entstehen könnte. Stanley Morgan schätzt, dass die gesamte Raumfahrtindustrie bis 2040 über 1 Billion US-Dollar an Umsatz abwirft.

Verschiedenste Regierungen arbeiten an Programmen, im Moment hauptsächlich für Mond-Reisen mit Robotern, um mehr über den Planeten herauszufinden. Auch Privatunternehmen versuchen, die Mond-Eroberung vorwärts zu treiben. Die beiden bekanntesten heissen SpaceX und Blue Origin von Elon Musk respektive Jeff Bezos. 

SpaceX hat die Kosten für Flüge ins All massgeblich gesenkt, ist mittlerweile der erfolgreichste private Raketenbauer und arbeitet derzeit an der Entwicklung wiederverwendbarer Raketen. Einen ähnlichen Weg geht Blue Origin, wobei Bezos in der Nutzung der Weltall-Ressourcen die Zukunft der Erde und der wachsenden Weltbevölkerung sieht.

Foto der Erdkugel

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