Was tun mit dem Müll im Weltraum?

Bild von Weltraumschrott, der die Erde umkreist

Was tun mit dem Müll im Weltraum?

Am 4. Oktober 1957 wurde der erste Satellit Sputnik 1 in die Erdumlaufbahn gebracht, der das Rennen um den Weltraum startete und die Amerikaner dazumals in Unruhe versetzte, das die Russen technisch einiges fortgeschrittener waren als bisher angenommen. Diese Unruhe kennt man heute als sogenannter Sputnikschock.

In Zeiten des Kalten Krieges war plötzlich klar, dass sich die USA und Westeuropa einiges wärmer anziehen müssen als erwartet. Obwohl «Sputnik 1» 92 Tage nach dem Start wieder in die Erdumlaufbahn eintrat und verglühte, taten dies bis heute viele Objekte nicht.

Bis im Frühjahr 2010 erfolgten in gut 50 Jahren Raumfahrt ungefähr 4700 Raketenstarts mit 6100 Satelliten. Davon verblieben 15’000 grosse Objekte, die sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 28’000 Kilometer pro Stunde um die Erde drehen – in diesem Tempo wird die Erde alle 90 Minuten einmal umrundet. Zum Vergleich: Der schnellste Düsenjet ist mit «nur» 3’500 km/h unterwegs – im Weltraum gibt’s dank dem Vakuum jedoch keinen Gegenwind.

Rechnet man auch die Objekte mit, die eine Mindestgrösse von einem Zentimeter aufweisen, so fliegen circa 500’000 Objekte um die Erde. Dies ergibt eine Gesamtmasse von 6300 Tonnen. Da die Raumfahrt in den letzten sieben Jahren sicher nicht weniger geworden ist, ist die Gesamtmasse höchstwahrscheinlich noch gestiegen.

Durch das sogenannte Kessler-Syndrom ist jedoch die Anzahl Objekte gestiegen. Dies, weil die grösseren Objekte zusammenstossen und in viele kleine Teile zerbrechen. Die Konsequenz: Die Raumfahrt wird immer gefährlicher, da Objekte mit solch einer Geschwindigkeit Raketen locker durchstossen können.

Solche kleinen Teile gefährden heute milliardenschwere Raumfahrtmissionen und da es um so viel Geld geht, wird fleissig nach einer Lösung gesucht. Nun wurde 2017 eine Firma mit 500’000 US-Dollar belohnt, die gerade ein ungewöhnliches Raumschiff entwickelt, das sich diesem Problem annehmen soll und in ungefähr 10 Jahren das erste Mal starten soll.

Vorstellen muss man sich dieses Raumschiff namens «Brane Craft» folgendermassen: Ein circa 0.3 Quadratmeter grosses Stück einer hochtechnisierten Folie, die dünner als ein menschliches Haar und mit mehreren Schubdüsen ausgestattet ist. Dieses Raumschiff soll sich jeweils ein umher schwirrendes Objekt schnappen, es umschliessen und wieder in die Erdumlaufbahn bugsieren, wo es schliesslich verglüht.

Dabei soll so ein Schiff extrem leicht und treibstoffsparend – da mit Solarzellen ausgestattet – und mit weiteren gleichen Brane Crafts kombinierbar sein, um auch grössere Objekte bewegen zu können – hauptsächlich sollen sie sich aber den bis zu 10 Zentimeter grossen Objekte annehmen.

Die Vision sei ein ganzer Schwarm von Brane Crafts, die man Gefahren aus dem Weltall entgegen senden kann, um sie gleich zu zerstören oder zumindest die Erde verfehlen zu lassen. Solange aber keine die Welt bedrohende Gefahren in Sicht sind, die die Menschheit als Ganzes bedrohen, wird die Weltraumhoheit ein heikles politisches Thema bleiben. Denn wer sagt, dass diese Raumschiffe nicht plötzlich Satelliten von anderen Ländern angreifen?

Foto eines Bambus verzehrenden Panda. Blätterreste liegen auf seinem Bauch.

Pandas, unnütze Faultiere?!

Was machen Pandas denn anderes, als sich mit Bambus vollzustopfen, herum zu liegen und ihren Bestand durch Tollpatschigkeit und Trägheit zu verringern? Nicht viel, oder?