Welche Kryptowährung kaufen?

Bild von Programmcode auf einem Bildschirm

Welche Kryptowährung kaufen?

TKY, XMRG, SWM. Das sind keine Flughafen-Codes sondern die internationalen Kürzel der neusten Kryptowährungen. Aktuell (Stand 9. Februar 2018) ringen 1510 Kryptowährungen um die Aufmerksamkeit der Investoren. Und jene stammen fast zur Hälfte aus asiatischen Ländern, allen voran Südkorea und China.

Im Gegensatz zu Bitcoin, die man schürfen muss, werden die meisten der neuen Kryptos im Rahmen sogenannter Initial Coin Offerings (ICO) herausgegeben. Für Unternehmen ist ein ICO ein gesetzlich nicht klar reguliertes und entsprechend wenig bürokratisches Mittel der Kapitalbeschaffung. Die Coins, die Investoren kaufen, sind im übertragenen Sinne Unternehmensaktien. Als Investor hofft man, dass diese «Aktien» an Wert zulegen.

Entsprechend gilt es bei der Analyse auf dieselben Kriterien und Faktoren zu achten wie bei einem «herkömmlichen» Aktienkauf an der Börse. Zunächst einmal ist ausschlaggebend, ob das Coin-ausgebende Unternehmen ein Produkt anbietet, für das eine genügend grosse Nachfrage besteht oder bei dem man davon ausgehen kann, dass es mittel- bis langfristig eine Branche komplett revolutionieren wird.

Im Falle von Kryptowährungen handelt es sich stets um Geschäftsideen, die auf der per se revolutionären aber noch sehr jungen Blockchain-Technologie basieren. Und es sind eben oft «nur» Ideen und Prototypen, die noch nicht bzw. kaum am Markt getestet wurden. Welche Anwendungen sich schlussendlich durchsetzen werden, ist deshalb schwer zu sagen.

Anhaltspunkte, die weiterhelfen können: Wer steckt hinter dem Unternehmen und wer bzw. wie viele haben schon investiert? Nehmen wir EOS, eine Kryptowährung die vom auf den Cayman-Inseln ansässigen Unternehmen block.one im Rahmen eines ICO seit Juli 2017 bis Juli 2018 herausgegeben wird. Zu Beginn publizierte das Startup nur ein 3-seitiges PDF, welches die Idee hinter EOS zusammenfasst – mehr nicht.

Was die frühen Investoren und dann immer mehr Krypto-Enthusiasten überzeugte, war das Team hinter EOS, allen voran der Entwickler Dan Larimer. Er wird in Krypto-Kreisen wie ein Guru gesehen – launisch zwar, aber genial. Larimer hatte zuvor die Tauschbörse BitShares aufgebaut und mit Steemit eine bei Insidern beliebte Blockchain-basierte Social-Media- und Blogging-Plattform lanciert.

Larimers Reputation und eine geschickt inszenierte PR-Kampagne haben alleine im ersten Monat 250 Millionen US-Dollar durch den Verkauf von EOS eingebracht. Bis anhin gilt dieses ICO als das mit Abstand erfolgreichste der noch jungen Kryptowährungen-Geschichte. Eine hohe Marktkapitalisierung ist denn auch ein Anzeichen dafür, dass andere Investoren an die Idee glauben und dem Team vertrauen. Entsprechend steigt in der Tendenz auch der Kurs der jeweiligen Währung.

Fazit: Die Idee bzw. das Geschäftsmodell kritisch betrachten, die bisherigen Erfolge der wichtigsten Köpfe hinter der Kryptowährung recherchieren und die Entwicklung der Marktkapitalisierung und des Währungskurses studieren. Interessante und aufschlussreiche Quellen hierfür sind coinmarketcap.com und icoalert.com.